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Britisches Ampel-System wird Auslandsreisen ermöglichen aber extrem teuer machen
Bild Info: Großbritanien - BILD: Archiv

Britisches Ampel-System wird Auslandsreisen ermöglichen aber extrem teuer machen

Kanarische Inseln – Für den Tourismus der Kanaren wird der Sommer wohl extrem schwer werden, die Regierung in Großbritannien will zwar „Lockerungen“ für Auslandsreisen einführen aber hat bisher nur mangelhafte Details präsentiert. Aus diesem Grund hat bereits der Reiseveranstalter JET2 reagiert und alle Flüge sowie Paketreisen bis Ende Juni 2021 abgesagt. Für die Kanarischen Inseln der nächste Schlag für die so wichtige Tourismus-Wirtschaft. Eigentlich plante man den Betrieb ab dem 14. April wieder aufnehmen zu wollen, doch das wurde nun bis mindestens auf dem 24. Juni verschoben.

Der Veranstalter hat sich in den sozialen Medien über „den Mangel an Klarheit und Detailgenauigkeit“ der britischen Regierung beschwert und erklärt, dass „wir in diesem Umfeld nicht operieren können und müssen handeln, um unser Unternehmen und unsere Kollegen zu Schützen“.

Die eigentliche Ankündigung des britischen Premiers, Boris Johnson, war, dass ab dem 17. Mai 2021 Auslandsreisen wieder aufgenommen werden können. Allerdings verwies die britische „Global Travel Taskforce“ gestern darauf, dass der 17. Mai nur ein möglicher Termin sein könnte. Aus diesem Grund entschied Jet2, alles abzusagen.

Ampel-System der Briten

Die Briten werden ein Ampel-System einführen, welches dazu dienen wird, die Länder entsprechend einzustufen. Eine der Faktoren für die Bewertung wird auch sein, wie hoch der Anteil der Bevölkerung in dem jeweiligen Land ist, welcher bereits vollständig geimpft ist. Das sieht für die EU schlecht aus, denn man ist in der EU noch nicht sehr weit. Zudem wird natürlich die Inzidenz und die Kapazitäten der Krankenhäuser in dieser Ampel berücksichtigt.

Selbst wenn die Kanarischen Inseln ein Reiseziel sein würden, welches dann angeflogen werden kann, die Hürden werden enorm hoch sein. Denn mindestens 2 PCR-Tests muss ein Reisender aus Großbritannien bei seiner Rückkehr machen lassen, auf eigene Kosten. Dies ist ein erheblicher finanzieller Aufwand, den wohl viele nicht tragen werden. Diese Testpflicht gilt im besten fall auch dann, wenn man nicht in Quarantäne muss. Je nach Ampel-Stufe kann es aber auch dazu kommen, dass sowohl Tests als auch Quarantäne bei der Rückkehr verpflichtend sind.

Die grüne Farbe der Ampel bedeutet, dass man nicht in Quarantäne muss. Man muss bei der Einreise in Großbritannien einen PCR-Test machen und 2 Tage nach der Einreise einen weiteren negativen PCR-Test vorlegen.

Die Farbe Bernstein bedeutet dann zusätzlich ein weiterer PCR-Test nach dem achten Tag der Rückkehr und eine Quarantänepflicht von 10 Tagen.

Bei Rot wird es fast unmöglich zu Reisen, denn die Quarantäne darf nicht zu Hause „abgesessen“ werden, sondern in einem von der Regierung vorbestimmten Hotel. Diese Kosten muss auch jeder selbst tragen. Man schätzt, dass diese bei etwa 2.000 Euro liegen werden.

Im günstigsten Fall, also bei Stufe GRÜN würde ein Brite mit zusätzlichen Kosten von 240 bis 280 Euro für die PCR-Tests rechnen müssen.

Anfang Mai sollen die erste Einklassifizierung der Länder präsentiert werden. – TF

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