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Einzelhandel weiterhin angeschlagen aber optimistisch für Jahresende
Bild Info: Weihnachten in der Triana - BILD: IGC

Einzelhandel weiterhin angeschlagen aber optimistisch für Jahresende

Kanarische Inseln – Nachdem es im Tourismus gute Signale für eine Verbesserung des Geschäftes gibt, ist auch der Einzelhandel auf den Kanarischen Inseln etwas optimistischer. Die Zahl der Verkäufe hat sich verbessert, allerdings liegt man noch immer gut 20 % unter den Werten von 2019, dem Jahr vor dem Beginn der Coronapandemie. Daher setzt der Einzelhandel nun auf die kommenden Wochen, denn es stehen zwei wichtige Verkaufsereignisse an. Zum einen der „Black Friday“ und dann natürlich das Weihnachtsgeschäft.

Letztendlich hängt der Einzelhandel zu gewissen Teilen auch von einem funktionierenden Tourismus ab, nicht nur, weil man auch an Touristen verkauft, sondern in erster Linie, weil im Tourismus viele Menschen arbeiten. Diese Menschen fehlten in den letzten 1,5 Jahren und hatten nicht ausreichend Einkommen, um im Einzelhandel „normal“ zu konsumieren. Die Wiederherstellung der Arbeitsplätze im Tourismus hat also letztendlich auch positive Effekte für den Einzelhandel.

Der Präsident der Einkaufszone Triana, Carlos Bethencourt, sagte bei Canarias7, dass diese „Verbesserung zu einer Umsatzsteigerung von etwa 5 % verglichen zu 2020 geführt hat und das Wichtigste ist, dieser Trend zeigt weiter nach oben“. Der Generalsekretär des Verbandes mittlerer und großer Vertriebsunternehmen (ASODISCAN), Alfredo Medina fügte hinzu: „Es war ein wirtschaftlich schlechtes Jahr. Weder die Schlussverkäufe noch der allgemeine Verkauf haben gut funktioniert. Am Ende des Jahres hoffen wir, etwas mehr Erholung erreichen zu können, aber dies wird das verlorene Jahr nicht kompensieren“. Für Bethencourt ist es als „optimistisch“ zu betrachten, dass seit letzten Monat auch wieder Einkäufe von Ausländern (Touristen) in der Zone Triana registriert wurden, dies, „zum ersten Mal seit langer Zeit“.

Gut funktioniert derzeit der Handel mit Heimausstattung und Technologie. Mode, Schmuck und andere Produkte dieser Art haben sich zwar auch in der Zahl der Verkäufe verbessert aber diese sind noch weit von den Zahlen des Jahres 2019 entfernt. „Wir gehen davon aus, dass mit einer Rückkehr zur vollen Normalität der Umsatz auch in diesen Segmenten wieder deutlich steigen wird“, so Medina.

Sonderaktionen und ausgeschlossene Preissteigerungen

Die beiden Handelsvertreter rechnen damit, dass der Verbraucher auf die speziellen Aktionen zum Black Friday (26. November) und zum Weihnachtsgeschäft wartet. Daher haben man „Interesse“ besonders den Black Friday vorzuziehen und eine längere Verkaufsaktion daraus zu machen. Allerdings warnen beide auch davor, dass der teilweise Zusammenbruch der weltweiten Schiffslogistik durch geschlossen Häfen dazu führt, dass nicht genug Ware, besonders im Technologie-Bereich, vorhanden ist. Es kommt zu wenig auf den Inseln an, dass „kann ein Problem mit bestimmten Artikeln werden“, so Medina. Bethancourt hingegen versichert, „es wird keine leeren Regale geben“, denn die Geschäfte haben noch eine Menge Altbestand.

Bezüglich möglicher Preisanstiege, weil sowohl die Transportkosten explodiert (ein Container kostet derzeit locker um das 10-Fache mehr als vor Corona) sind, als auch der Strompreis, rechnet die Branche nicht damit, dass dies passieren wird. Die Branche „kann sich einen Preisanstieg nicht leisten“, sagte Raju Daswani, der Vorsitzende der des LifeStyle und Parfümverbandes der Kanaren. Die Gewinnmargen werden wohl deutlich geringer ausfallen, als man die vor Corona gewohnt war. Der Einzelhandel muss damit erstmal leben. Dawani erklärte noch, dass der Einzelhandel in den touristischen Zonen der Inseln in den letzten Wochen einen Anstieg der Verkäufe registriert hat. „Es gibt einige Verbesserungen, die sich jedoch nicht auf den Umsatz ausgewirkt haben. Es gibt noch nicht die gleichen Ausgaben bei den Touristen, aber wir hoffen, dass sich diese auch bald verbessert. Wir sind zuversichtlich, dass wir einen guten Winter haben werden“. Bezüglich mangelnder Ware in seinem Sektorversicherte Dawani, dass man „die Hausaufgaben gemacht hat, wir haben genügend Ware“. Letztendlich liegt die Entwicklung es Einzelhandels nicht in der Hand der Branche selbst, sondern diese hängt von vielen Faktoren wie Touristen, Logistik und steigende Binnennachfrage ab. – TF

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