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Marokko könnte für den Spionageangriff mit Pegasus auf Spanien verantwortlich sein

Spanien – Der Cyberangriff auf Spanien mit der Spionagesoftware Pegasus scheint von Marokko ausgegangen zu sein. Darauf deuten die spanischen Geheimdienste hin. In einem Bericht wird auch erwähnt, dass die „marokkanische Spionage die aggressivste ist, noch aggressiver, als die von Russland“. Der Geheimdienst betont auch, dass „Marokko viel mehr Agenten in Spanien eingeschleust hat, als jeder andere Staat“.

Der Geheimdienst hat schon seit etwa einem Jahrzehnt immer wieder Berichte an die Justiz weitergeleitet, die Marokko in Verbindung mit diversen illegalen Spionageaktionen im gesamten Staatsgebiet von Spanien brachten. Damit sollte in jedem Fall verhindert werden, dass eingeschleuste Spione die spanische Nationalität erhalten können.

So sollen auch „zahlreiche“ Agenten des Auslassgeheimdienstes von Marokko (DGED) bei der Flüchtlingsflut nach Ceuta im vergangenen Jahr in das Land eingeschleust worden sein. Dies wurde auch bereits aufgedeckt und die entsprechenden Agenten aus dem Land befördert.

Die größte Zelle von Agenten aus Marokko wurde bisher in Katalonien im Jahr 2015 entdeckt, die Zelle war seit dem Jahr 2000 in Barcelona aktiv, diese sollte „den Willen der muslimischen Vertreter in Katalonien manipulieren“. Alle wurden ausgewiesen. Auch in Las Palmas gab es eine ähnliche Gruppe, die im Jahr 2020 aufgedeckt wurde.

Die jahrzehntelange Spionage ist einer der Gründe, warum es zwischen Marokko und Spanien immer wieder zu politischen Eklats kommt. Ob Pegasus wirklich von Marokko aus gesteuert wurde, ist noch nicht zu 100 % belegt, aber dies könnte die sich derzeit etwas entspannte Lage zwischen beiden Ländern wieder massiv nach hinten werfen. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Spionage mit Pegasus gegen Pedro Sánchez & das Verteidigungsministerium von Spanien, vom 2.05.2022

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