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Cabildo & Rathäuser wollen wohl das Müll-Meer im Südosten entfernen lassen

1,8 MIO Euro wollen sich die Institutionen dies kosten lassen.

Gran Canaria – Urlauber und alle anderen, die mit dem Flugzeug nach Gran Canaria kommen, kennen das Bild von Müllbergen und vergammelten Gewächshäusern im Südosten von Gran Canaria zur Genüge. Diese Anhäufung von zurückgelassenen Habseligkeiten, Abfällen aller Art und Resten ehemaliger Gewächshäuser erstreckt sich von Santa Lucia de Tirajana über den Rest der südöstlichen Region der Insel. Ein Problem, das man auch in anderen Städten wie Ingenio oder Agüimes findet. Insgesamt wurden 247 verlassene Hektar gezählt. Überall dazwischen stehen noch Gewächshäuser, die in Betrieb sind.

Ein Meer von Müll und Plastik

Diese Grundstücke und Farmen sind privat. Dies bedeutet, dass die Anpassung und Reinigung dieser Ländereien in die Verantwortung ihrer Eigentümer fallen. Der TV-Sender Antena 3 berichtet, dass man es immer wieder versucht hat, mit den Eigentümern zu sprechen, doch keiner war und ist bereit dies zu tun. Telefonisch gaben manche nur an, dass man das wilde „Zumüllen“ der eigenen Grundstücke immer wieder angezeigt hat, allerdings ohne Erfolg.

Damit es hier endlich eine Lösung gibt, haben sich das Cabildo de Gran Canaria und die zuständigen Rathäuser der südöstlichen Gemeinden zusammengesetzt. Die Vorsitzende der südöstlichen Rathausgemeinschaft, Ana Hernández erkälte beim TV-Sender Antena 3, dass man in dieser Zone schon immer tätig werden wollte, aber gerade weil es alles Privatbesitz ist, sei dies kompliziert.

Vor etwa vier Jahren begann die Arbeitsgruppe aus Cabildo und Rathäusern jedoch einen Arbeitsplan zu entwickeln. Der Arbeitsplan soll sicherstellen, dass diese Gebiete gereinigt werden können. Es müsste nun lediglich geklärt werden, welche Institution die Verantwortung dafür übernimmt. Dies soll vermutlich das Cabildo de Gran Canaria werden.

Dann müsse noch ein Beschäftigungsplan ausgearbeitet werden, dafür muss dann Personal eingestellt werden. Damit diese Personen dann auch arbeiten dürfen. Müssen die Rathäuser zunächst die noch stehenden Gewächshäuser einreißen, erst dann kann „Bodenpersonal“ mit dem Sammeln auf diesen Grundstücken beginnen.

Damit alles aber umgesetzt werden kann, sind wieder die Eigentümer in der Pflicht, denn diese müssen für diese Reinigung dann einen Antrag stellen, ansonsten wäre es ein illegales Betreten der Grundstücke.

1,8 MIO Euro an Gesamtkosten geplant
Damit alles umgesetzt werden kann, gibt man 1,8 Millionen Euro aus, darin sind auch 140 Mitarbeiter enthalten, die für die Säuberung der Grundstücke benötigt werden. Wann dies jedoch alles umgesetzt werden wird, ist noch offen. Finale Einigungen sind noch nicht erzielt. Eines stellte Ana Hernández jedoch klar, wenn die Reinigung einmal abgeschlossen ist, sind es die Eigentümer, die dann zukünftig die Pflicht haben werden, diese Grundstücke sauber zu halten. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Schandflecken entlang der GC-1 – Regierung will handeln, vom 11.06.2013
Plan zur Beseitigung der vergammelten Gewächshäuser auf Gran Canaria in Arbeit, vom 03.12.2020

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