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„Dreamland“ – Telde auf Gran Canaria könnte größtes Filmstudio Europas bekommen

Für Präsident Morales ist „jede Aktivität, die die wirtschaftliche Diversifizierung fördert, willkommen“.

Telde – Nachdem das sogenannte „Dreamland“ auf Fuerteventura gescheitert ist, plant die Gruppe Newport gemeinsam mit Lopesan an einer Alternative für Gran Canaria. Ausgewählt hat man die Stadt Telde für den Standort des „Dreamland“ auf Gran Canaria. Das Projekt soll den größten audiovisuellen „Hub“ in Südeuropa erschaffen. Wenn es klappen sollte, dann wird das fertige Gelände simpel „Dreamland Studios Canarias“ heißen. Die beiden Unternehmen nennen es ein „ehrgeiziges Projekt, das das audiovisuelle Panorama auf den Inseln vollständig verändern wird“.

Die Filmbranche hat auf den Kanarischen Inseln und insbesondere auf Gran Canaria in den letzten zehn Jahren gigantische Sprünge gemacht. Allein im Jahr 2022 wurden 164 Produktionen auf den Kanaren durchgeführt. Die brachte, laut Angaben der Regierung der Kanaren, eine Summe von 224 Millionen Euro auf die Inseln. Zudem wurden dadurch 13.500 Arbeitsplätze geschaffen. Mit dem „Dreamland Studios Canarias“ wird der Branche eine beeindruckende Infrastruktur bereitgestellt, damit künftig alle Arbeiten auf Gran Canaria durchgeführt werden können. Dies wird einen zusätzlichen Nutzen für die Inselwirtschaft bedeuten.

So die bisherige Planung

Geplant ist eine Gesamtfläche von 100.000 Quadratmeter, darin inkludiert das größte Filmstudio Europas mit allein 6.000 Quadratmetern und ein weiteres Filmset mit 2.500 Quadratmetern. Ein Wassertank mit einer Fläche von 1.600 Quadratmetern soll zudem komplexe Szenen im Meer und in der Tiefsee ermöglichen. Eine eigene Produktionsstätte für Filmsets, Requisiten und Kostümen mit 5.000 Quadratmeter ist ebenfalls geplant. Technik darf natürlich auch nicht fehlen, dafür soll ein Gebäude mit 2.500 Quadratmetern errichtet werden, darin soll die Produktion von 2-D, 3-D und Special Effects durchgeführt werden. Inklusive eines Testkinos, um die Effekte prüfen zu können.

Auch für Besucher wird es einen Bereich geben, das sogenannte „Dreamlab“ soll einen Freizeitpark mit immersiven Erlebnissen und einem Amphitheater beinhalten. Dort sollen auch Videospiele und Tools mit künstlicher Intelligenz erstellt werden. Ein Alisios-Supercomputer wird dort ebenfalls bereitstehen. Virtuelle Realitäten werden den Besuchern natürlich auch geboten.

Dreamland Studios Canarias möchte der weltweit beste Park für immersive Virtual-Reality-Erlebnisse sein. Durch die eigene Software und sogar Hardware zur Entwicklung von Virtual- oder Augmented-Reality-Erlebnissen wird der Freizeitbereich international einer der fortschrittlichsten sein, noch vor Madame Tussoud in den USA, dem Guiyang-Zentrum in China oder den Räumlichkeiten, in denen die Videos der Spielfirma Bandai Namco in Tokio gezeigt werden.

Zusammengefasst kann man sagen, dass der Wandel der Wirtschaft auf Gran Canaria mit diesem Projekt deutlich an Fahrt aufnehmen kann.

Inselpräsident Morales sehr erfreut

Inzwischen hat sich auch Inselpräsident Antonio Morales zum „Dreamland“ geäußert. Das Projekt ist noch nicht offiziell vorgestellt und auch noch nicht offiziell evaluiert. Aber für Morales ist „jede Aktivität, die die wirtschaftliche Diversifizierung fördert, willkommen“. Gleichzeitig bat Morales die beiden Unternehmen aber auch um „Vorsicht“, denn Techniker des Cabildo müssten das Projekt natürlich erst prüfen. Am 11. April soll eine offizielle Vorstellung stattfinden, daran wird Morales selbst auch teilnehmen.

Viele weitere Details gibt es noch nicht und Morales wollte auch noch nicht viel verraten. Er wies aber darauf hin, dass der Standort in einem von Menschen genutzten Gebiet liegen wird und dass, anders als auf Fuerteventura, kein „geschützter Naturraum am Rande liegt“. Morales schätzt aber auch, dass es Proteste geben könnte, selbst wenn alles korrekt und ohne Umweltbedenken abgesegnet werden würde. – TF

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