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650.000 € Schadenersatz? Anwohner verklagen Stadt wegen Karneval auf der Isleta

Die Isleta wird jedenfalls im kommenden Jahr kein Standort für den Karneval.

Lesedauer 2 Minuten

Las Palmas – Der Karneval von Las Palmas de Gran Canaria sorgt erneut für Ärger, denn auch die Anwohner der Isleta rund um den Hafen fordert nun von der Stadtverwaltung eine Entschädigung in Höhe von 650.000 Euro für die Feierlichkeiten, die in diesem Jahr dort stattgefunden hatten.

Die Anwohner haben eine Sammelklage gegen die Stadt eingereicht, um „die Schäden und Verluste“ gegen die Stadt geltend zu machen, die durch die Feierlichkeiten entstanden sind. Im Mai dieses Jahres hatten 13 Anwohner einen offenen Brief verschickt, in dem man bereits eine „Entschädigung für die erzwungene Koexistenz mit dem Karneval“ forderte.

Genau diese 13 Anwohner haben inzwischen über den Anwalt Roberto Orive eine Klage eingereicht und fordern für jeden Tag eine Entschädigung in Höhe von 2.000 €. Rechnet man alle Tage mit Feierlichkeiten zusammen, so würde jeder der Kläger eine Entschädigung in Höhe von 50.000 € bekommen müssen.

Jeder Kläger hat unterschiedliche Gründe angeführt, gemeinsam steht aber der „materielle, moralische und persönliche Schaden“ in der Klage, die durch den Karneval verursacht wurden. Zudem wird die Stadt dazu aufgefordert, künftig keine Events dieser Art in der Umgebung abzuhalten. Zudem sei eine Absage des Events eine durchaus angebrachte Lösung.

Hin und Her zum Karneval auf der Isleta

Eines vergessen die Kläger offensichtlich, der Stadtort im Hafengebiet war eine „Notlösung“, wie es die Stadt auch immer wieder betonte. Der eigentliche Standort im Park Santa Catalina konnte aufgrund der Baustelle der Metro-GuaGua nicht genutzt werden. Die Meerenge entlang der Isleta ist immer ein Ort mit viel Konfliktpotenzial und die Stadt hat sicherlich kein Interesse daran, dieses immer wieder zu reizen.

Was die Stadt aber vergisst, es gab schon vor dem Karneval Proteste gegen das Event in dem Gebiet, es wurden sogar Unterschriften gesammelt, um die Stadt dazu zu bewegen, den Karneval dort nicht stattfinden zu lassen. Doch die Stadtverwaltung ignorierte diese „Gegenbewegung“ und berief sich darauf, dass die Mehrheit der Anwohner damit einverstanden gewesen ist.

Unterdessen ist die Stadt weiter auf der Suche nach einem möglichen Standort für das kommende Jahr, denn man befürchtet, dass aufgrund der Bauarbeiten der Park Santa Catalina auch im kommenden Jahr dafür nicht bereitstehen wird. Zudem stehen die Bauarbeiten auf der Isleta an, die dazu führen werden, dass dort auch kein Platz für den Karneval sein wird. In den kommenden Wochen soll der Ort bekannt gegeben werden, ein Favorit ist „El Rincón“ also der Plaza de la Musica am Auditorum Alfredo Kraus. Dort fanden zuletzt viele Großveranstaltungen der Stadt statt.

Nachdem Streit mit den Anwohnern in der Vegueta hat die Stadt nun durch den Karneval den nächsten Rechtsstreit an der Back, mal sehen, wie dies weitergehen wird. – TF

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