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Spanien passt Tabak-Erhitzer den Gesetzen zum Tabakkonsum an – Keine Geschmäcker mehr erlaubt!

Vaporierer sind davon jedoch nicht betroffen, noch nicht!

Lesedauer 2 Minuten

Spanien – Das Kabinett der spanischen Regierung hat sich heute darauf verständigt, die Vorschriften für „Alternativen“ von Zigaretten, in dem Fall die Tabak-Erhitzer, den aktuellen Gesetzen für Zigaretten anzupassen. Dies bedeutet konkret, dass bei erhitzten Tabakprodukten künftig keine Ausnahmen zu herkömmlichen Zigaretten mehr bestehen werden. Es dürfen keine Aromen oder Geschmacksstoffe mehr verwendet werden und die Warnhinweise müssen identisch zu denen auf herkömmlichen Zigaretten sein.

Die neuen Beschränkungen betreffen nur erhitzten Tabak, der nicht mit elektronischen Zigaretten oder Dampfgeräten (Vapor) verwechselt werden sollte, die nicht von den Vorschriften betroffen sind. Betroffen von der neuen Regelung sind elektronische Geräte, die im Gegensatz zur klassischen Zigarette erhitzen (bis zu 400 Grad), aber keinen gehackten oder pulverisierten Tabak verbrennen, dessen entstehender Rauch eingeatmet wird. Die am meisten vermarkteten Produkte in Spanien sind die Marken Iqos und Glo. Der königliche Erlass betrifft keine E-Zigaretten, die auf dem Erhitzen von Flüssigkeiten basieren, obwohl diese Geräte häufig Nikotin enthalten.

Die neuen Regeln treten Mitte April, also drei Monate nach der Veröffentlichung im BOE in Kraft. Die Veröffentlichung ist für den morgigen Mittwoch geplant. Die Regelung basiert auf einer EU-Vorgabe (2022/2100), die dringend umgesetzt werden musste. Daher sind die anderen Geräte, die Flüssigkeiten verwenden, derzeit von den Regelungen weiter ausgenommen. Aber auch daran arbeitet das Ministerium für Gesundheit bereits. Eine umfassende Reform dieser Gesetze ist schon vor der Corona-Pandemie auf dem Tisch gewesen, wurde aber zunächst wegen der Pandemie und dann wegen der Neuwahlen in Spanien verschoben.

Es gibt aber auch weitere Änderungspläne

Das neue Gesetz, welches derzeit in Planung ist, könnte weitere Verbote für den Konsum von Tabak beinhalten, darunter neue öffentliche Räume, in denen das Rauchen verboten werden könnte, wie z.B. die Terrassen von Bars und Restaurants, Sportanlagen und Stadien, Strände und sogar der Innenraum des Privatfahrzeugs, zumindest in einigen Situationen.

Die meisten Experten sind der Ansicht, dass diese elektronischen Geräte, unabhängig davon, ob sie Nikotin enthalten oder nicht, nicht nur zum regelmäßigen Einatmen potenziell gesundheitsschädlicher Substanzen führen, sondern auch zum Einstiegspunkt für spanische Jugendliche und junge Menschen in den Konsum von traditionellem Tabak geworden sind. Aus dem neuesten Bericht der Regierungsdelegation für den nationalen Drogenkonsum geht hervor, dass 25 % der spanischen Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren E-Zigaretten konsumiert haben und dass 14,5 %, die im Alter von 13 Jahren sind, schon regelmäßig konsumieren. – TF

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