Kanarische Inseln – Das touristische Jahr der Kanaren wird zum Jahreswechsel mit positiven Daten beendet. Denn Hotels, Ferienwohnungen sowie Freizeit- und Gastronomiebetriebe sind nahezu voll ausgelastet. Trotzdem war das Jahr 2025 kein weiteres Jahr mit exorbitanten Wachstumsraten, was auch kaum noch möglich ist, fehlt es dafür doch an Unterkunftskapazitäten.
Fernando Estany, Vizepräsident des Verbandes der Hotel- und Tourismusunternehmen der Provinz Las Palmas (FEHT), hat bei der Tageszeitung Canarias7 dazu entsprechend ein Statement abgegeben. Um die Auslastung zu erhöhen, wäre es notwendig, sowohl die Anzahl der Hotel- als auch der Nicht-Hotel-Unterkünfte zu erhöhen. So seine klare Meinung.
In den vergangenen Jahren ist aber genau das Gegenteil passiert, insbesondere bei den Nicht-Hotel-Unterkünften gab es auf den Kanaren einen deutlichen Rückgang der Bettenkapazität von ca. 45.000!
Estany stellt jedoch klar, dass die Branche weiterhin floriert und ein Wachstumsstillstand nicht gleichbedeutend mit einem Rückgang ist. „Wir verzeichnen nach wie vor fantastische Zahlen“, mit einer Auslastung von rund 80–85 % in der Wintersaison und über 90 % in der letzten Woche des Jahres. „Die hohe Nachfrage macht diese Woche preislich zur teuersten des Jahres.“
Eines ist in den letzten Jahren klar zu erkennen: Es kommen zwar mehr Urlauber, aber die Verweildauer auf den Kanaren ist kürzer als zuvor. So ist die Auslastung der Betriebe nahezu seit Jahren relativ stabil. Die seit 2017 steigenden Inflationsraten haben auch im Tourismus zu höheren Preisen geführt. In den letzten 8 Jahren mussten Urlauber gut 30 % Zuschläge in Kauf nehmen.
Hinzu kommt ein allgemeiner Reisetrend: „15-tägige Aufenthalte sind heutzutage seltener; Touristen teilen sie auf, 10 Tage hier und 5 dort“, so Estany weiter.
Auswirkungen des Ferienhausgesetzes
Eine große Unbekannte wird das neue Ferienhausgesetz der Kanaren sein. Was genau passieren wird, wenn es ab Januar in Kraft ist, wird sich zeigen. Der erwartete Rückzug der überwiegenden Mehrheit der bis 2025 aktiven Ferienwohnungen vom Markt stellt ein neues Dilemma für das kommende Jahr dar.
Dies könnte dazu führen, dass der Tourismus der Kanaren im kommenden Jahr einen künstlichen Einbruch erleiden wird, denn Hotels und Nicht-Hotels können die Nachfrage nach Ferienhäusern und Wohnungen in der Regel nicht auffangen. Auch wollen solche Urlauber ja bewusst nicht in die klassischen Touristenunterkünfte einziehen.
Laut dem Vizepräsidenten von FEHT wird es wichtig sein, zu beobachten, wie hoch der Anteil der vor Inkrafttreten des Gesetzes registrierten Ferienhäuser weiterhin auf dem Markt ist, da viele davon in touristischen Anlagen außerhalb von Hotels betrieben wurden.
Dies war zwar bereits verboten, aber jahrelang geduldet gewesen, solange der Eigentümer die erforderliche Erklärung vorlegte. Nach der neuen Verordnung muss jeder, der Ferienwohnungen vermieten und damit eine touristische Tätigkeit ausüben möchte, über eine entsprechende Gewerbeanmeldung verfügen, die auch für Hotels und andere Ferienanlagen gilt.
FEHT befürchtet einen Rückgang von etwa 60% der Ferienwohnungen und Häuser aus privater Hand. Es hängt aber auch davon ab, ob das neue Gesetz wirklich durchgesetzt wird, oder ob es beim alten „wegschauen“ bleibt. – TF
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