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30 Jahre danach: Konsens zum Umbau der GC-2 endlich gefunden

Lesedauer 3 Minuten

Gran Canaria – Ganze 30 Jahre hat man verhandelt und diskutiert, nun haben sich die Gemeinden im Norden von Gran Canaria und die kanarische Regierung auf eine neue Strecke der GC-2 verständigt. Die Einigung wurde während einer Arbeitssitzung erzielt, in der das Ministerium für öffentliche Arbeiten, Wohnungsbau und Mobilität der Regierung der Kanarischen Inseln unter anderem den Präsidenten des Gemeindeverbandes von Nord-Gran Canaria, Teodoro Sosa, den Bürgermeister von Arucas, Juan Jesús Facundo, und den Bürgermeister von Moya, Raúl Afonso, über die neuesten Entwicklungen bezüglich des Projekts für die Nordstraße der Insel informierte.

Alle Teilnehmer nennen diese Vereinbarung „historisch“. Sie zielt darauf ab, den Verkehrsfluss der täglich 35.000 Fahrzeuge deutlich zu verbessern. Auch das zu erwartende steigende Verkehrsaufkommen wurde jedoch schon berücksichtigt.

Es gab immer wieder Eckpunkte, bei denen es gehangen hatte. Im Fall von Moya führte das Straßenausbauprojekt zu einer Barriere im Küstenbereich der Gemeinde. Dieses Problem wurde durch den Vorschlag gelöst, den Verkehr durch Tunnel zu leiten. Laut Pablo Rodríguez (Minister der Kanaren, PP) hat diese Lösung „auch geringere Umweltauswirkungen“.

Der Stadtrat von Arucas war besorgt darüber, dass die Streckenführung der GC-2 die Durchlässigkeit des Gebiets El Puertillo und Bañaderos nicht zulassen würde. Daher wurde eine teilweise Verlegung unter die Erde vereinbart.

Der Bürgermeister von Moya, Raúl Afonso, hat erklärt, dass dieser Konsens „ein sehr wichtiger Schritt“ sei, um die Ausführung eines noch ausstehenden Straßenabschnitts voranzutreiben, und hat der Regierung der Kanarischen Inseln für ihre Bereitschaft gedankt, vor der Vorlage des endgültigen Projekts mit den Gemeinden zusammenzuarbeiten.

„Wir haben erreicht, was alle Gemeinden wollten, und deshalb ist dies ein historischer Tag“, erklärte er und merkte an, dass der Bau der GC-2 bei ihrer Durchfahrt durch Moya die Anwohner nicht so stark beeinträchtigen werde, „weil die jetzige Straße während des Tunnelbaus erhalten bleibt und danach nur noch eine Änderung erforderlich sein wird.“

Konsens über Trassenführung bei Bañaderos erzielt

Die Planungen für den Ausbau der Küstenstraße GC-2 im Bereich von Bañaderos und El Puertillo haben eine entscheidende Hürde genommen. Wie die beteiligten Akteure am Rande einer Pressekonferenz bestätigten, liegt nun ein Entwurf vor, der breite Zustimmung findet.

Juan Jesús Facundo, Bürgermeister von Arucas, bezeichnete die vorgeschlagene Lösung als „absolut realisierbar“. Besonders hob er hervor, dass das neue Projekt die „Durchlässigkeit“ zwischen den Ortsteilen wiederherstellen werde. Damit solle ein städtebauliches Defizit korrigiert werden, das seit dem ursprünglichen Bau der Schnellstraße in den Jahren 1970–71 besteht. Damals hatte die Trassenführung die Verbindung zwischen dem Ortskern und der Küste massiv beeinträchtigt.

Ein „historischer Meilenstein“ für den Norden
Für Teodoro Sosa, den scheidenden Präsidenten des Gemeindeverbandes von Nord-Gran Canaria, markiert die Einigung den emotionalen Höhepunkt seiner Amtszeit. „Wenn Sie mich fragen, welches Projekt mir lebenslang in Erinnerung bleiben wird, dann ist es die Tatsache, dass wir heute nach mehr als 30 Jahren Diskussionen eine Lösung für die Verkehrsprobleme im Norden gefunden haben“, erklärte Sosa sichtlich bewegt.

Er erinnerte daran, dass die Geschichte des Nordens der Insel seit jeher von „historischen Kämpfen“ um eine angemessene Infrastruktur geprägt sei. Mit dem nun erzielten Konsens für dieses Schlüsselprojekt sieht er eine neue Ära für die Region angebrochen.

Zeitplan: Baubeginn der neuen GC-2 rückt näher

Auch seitens der Regionalregierung gibt es klare Signale für die Umsetzung. Pablo Rodríguez, Minister für öffentliche Arbeiten, Wohnungsbau und Mobilität, skizzierte den weiteren Fahrplan:
• 2026: Einleitung des öffentlichen Beteiligungsverfahrens. Hierbei erhalten Bürger und Institutionen die Gelegenheit, Einwände und Verbesserungsvorschläge zur Trassenführung einzureichen. Es geht dabei auch um die notwendigen Enteignungen in diesem Gebiet.
• 2027: Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung.
• Anschluss: Nach Vorliegen der Genehmigungen soll unmittelbar die Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgen.

Mit diesem gestuften Verfahren will das Ministerium sicherstellen, dass das Vorhaben rechtlich abgesichert ist und die Interessen der Anwohner bestmöglich berücksichtigt werden. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Küstengesetz: Komplett neues Layout der GC-2 in Moya & Arucas – Häuser müssen umgesiedelt werden!, vom 21.03.2023

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