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Kanarische Inseln 2025: Ein Wetterjahr der Extreme zwischen Rekordhitze und Sturzfluten

Experten sagen, dass dies durch den Klimawandel noch weiter so sein wird.

Lesedauer 2 Minuten

Kanaren – Obwohl der vergangene Dezember nach fast einem Jahrzehnt erstmals wieder als klimatisch „normal“ eingestuft werden konnte, blickt der kanarische Archipel auf ein Jahr 2025 zurück, das von außergewöhnlichen Wetterextremen gezeichnet war. Historische Regenmengen, klirrende Kälte und Rekordtemperaturen prägten die Statistik – eine Entwicklung, die Meteorologen weltweit als deutliches Signal des fortschreitenden Klimawandels werten.

Hitzewellen und Alarmstufe Rot
Den thermischen Höhepunkt erlebte die Region im August. Insbesondere die Ortschaft Tasarte im Südwesten Gran Canarias rückte in den Fokus der Wetterbehörden: Zwischen dem 10. und 12. August wurden dort Spitzenwerte von 43,6 Grad Celsius gemessen. Die staatliche Wetterbehörde AEMET sah sich gezwungen, die höchste Warnstufe (Rot) auszurufen, während die Regionalregierung der Kanaren erstmals in der Geschichte den Notstand für den gesamten Archipel proklamierte. Mit diesen Werten reiht sich der August 2025 als siebtwärmster Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1961 in die Annalen ein.

Frostige Kontraste in bewohnten Gebieten
Das Jahr zeigte jedoch auch seine kalte Seite. Während das Thermometer am Gipfel des Teide erwartungsgemäß auf –5,7 Grad sank, registrierten auch bewohnte Regionen ungewöhnliche Tiefstwerte. In den mittleren Höhenlagen Teneriffas, speziell in der 4.000-Einwohner-Gemeinde Ravelo (El Sauzal), fiel die Temperatur am 11. Dezember auf markante 1,3 Grad Celsius. Insgesamt erwies sich der März mit einer landesweiten Durchschnittstemperatur von 15,2 Grad als kältester Monat des Jahres, dicht gefolgt von einem überdurchschnittlich nassen und kühlen Dezember.

Renaissance der Vegetation auf La Palma

Auf der Insel La Palma war das Jahr 2025 hingegen von massiven Niederschlägen geprägt, die insbesondere im Norden der Insel für eine Entspannung der Wasserlage sorgten. In Gemeinden wie Garafía sowie in Ortsteilen wie El Tablado und Santo Domingo wurden kumulierte Jahreswerte von bis zu 1.271 Litern pro Quadratmeter gemessen – ein Volumen, das zuletzt im Jahr 2016 erreicht wurde. Dank moderner, automatisierter Messstationen konnten Experten beobachten, wie die Vegetation fast vergessene Ausmaße annahm und ehemals trockene Schluchten erstmals seit Jahren wieder dauerhaft Wasser führten. Aber auch Gran Canaria wurde in den letzten Wochen deutlich grüner

Gesundheitsgefahr durch Saharastaub auf Lanzarote
Neben Hitze und Regen blieb die Calima ein dominierender Faktor. Lanzarote war im August erneut am stärksten von den Sandstürmen aus der Sahara betroffen. Die Feinstaubkonzentration (PM10) erreichte am 10. August einen gesundheitsgefährdenden Wert von 212 Mikrogramm pro Kubikmeter und überstieg den kritischen Grenzwert von 151 Mikrogramm deutlich.

Diese massiven Belastungen führten zeitweise zur Ausrufung des Gesundheitsnotstandes für die gesamte Bevölkerung. Für Experten ist die Intensität dieser Episoden ein weiterer Beleg dafür, dass die Häufigkeit extremer Smog-Ereignisse im Kontext der globalen Erwärmung stetig zunimmt.

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