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Spanien beantragt bei der EU Beschränkung von Wohnimmobilienkauf auf den Kanaren

Der Ball liegt nun in Brüssel...

Lesedauer 2 Minuten

Kanarische Inseln – Die spanische Zentralregierung hat offenbar einen ganz offiziellen Antrag bei der EU-Kommission gestellt, um den Immobilienkauf auf den Kanarischen Inseln, die nicht für Erstwohnsitzzwecke bestimmt sind, zu beschränken. Damit will man den massiven Druck aus dem kanarischen Immobilienmarkt herausbekommen. Für die Zentralregierung ist es wichtig, dass so auch wieder jüngere Menschen die Gelegenheit bekommen, ein Eigenheim zu erwerben.

Der Vorschlag ist Teil des Maßnahmenpakets, das das Außenministerium Brüssel zur künftigen Vereinfachung der Vorschriften für die Regionen in äußerster Randlage (RUP) der EU vorgeschlagen hat. Dabei handelt es sich um neun Gebiete Frankreichs, Portugals und Spaniens, denen die Verträge eine Sonderbehandlung zuerkennen, wie der Minister für Territorialpolitik, Ángel Víctor Torres, mitteilte.

Auch die Regierung der Kanaren hat einen fast wortgleichen Antrag bei der EU-Kommission zu diesem Thema eingereicht. Es gab nur einen Unterschied: Die Regierung der Kanaren wollte in ihrem Antrag die Beschränkung auf nichtansässige Ausländer begrenzen. Der Antrag der Zentralregierung sieht eine allgemeine Einschränkung vor, was vermutlich höhere Aussichten auf Erfolg haben könnte.

Zu dem Zweck der Antragsstellung ist der kanarische Präsident, Fernando Clavijo (CC) auch nach Brüssel gereist. Er legte Statistiken vor, die belegen, dass auf den Kanarischen Inseln jedes vierte zum Verkauf stehende Haus an ausländische Staatsbürger geht.

Die Zentralregierung hatte diesen Antrag bisher nicht weiter kommentiert, außer, dass man diesen prüfen werde.

Weitere Verbesserungen für RUP gefordert

Mit dem Antrag der Zentralregierung wurden aber auch noch andere Forderungen an die EU gestellt. Insbesondere geht es um die Agrarwirtschaft, die Einwanderung und staatliche Beihilfen für RUP-Regionen.

Bezüglich der Agrarwirtschaft unterstrich die Zentralregierung, dass „man den strategischen Wert des Primärsektors in den Randgebieten, insbesondere auf den Kanarischen Inseln, sieht, und fordert im Gegenzug, dass sein Sonderstatus im Rahmen des POSEI-Programms mit einem ausreichenden Budget erhalten bleibt und dass die administrativen und bürokratischen Prozesse vereinfacht werden.“

In Bezug auf Migration fordert Spanien die „Erleichterung der Überstellung von Minderjährigen und der Weiterleitung von Migranten aus den Randgebieten auf das europäische Festland, um deren Konzentration in diesen Gebieten zu vermeiden und einen angemessenen Rechtsrahmen zu gewährleisten“.

Abschließend ermutigt die spanische Regierung Brüssel, die Regionen in äußerster Randlage zu einem Testfeld zu machen, „um legislative Neuerungen in einem kontrollierten Umfeld zu erproben, Regeln zu vereinfachen und Belastungen zu reduzieren, bevor sie auf die gesamte Union angewendet werden“. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Zentralregierung unterstützt das Streben der Kanaren nach Beschränkung von Immobilienkauf durch Ausländer, vom 28.11.2025

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