2,8 Millionen Euro für San Bartolomé de Tirajana: Neues Gewerbegebiet in Ayagaures genehmigt
San Bartolomé de Tirajana – Die Abteilung für Stadtplanung der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana hat grünes Licht für ein bedeutendes Wirtschaftsprojekt gegeben. In der Gegend von Ayagaures entsteht durch eine private Investition von rund 2,8 Millionen Euro ein neues Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungszentrum. Dieses weitreichende Vorhaben, das in der Nähe der Landstraße GC-503 in Richtung Montaña La Data liegt, soll in den kommenden Monaten wichtige wirtschaftliche Impulse setzen und neue Arbeitsplätze im Süden Gran Canarias schaffen.
Die Genehmigung markiert das Ende einer langen Wartezeit. Die entsprechenden Akten und Anträge lagen über Jahre hinweg ungenutzt in der Verwaltung. Erst durch das aktuelle Mandat erhielt das Projekt den notwendigen bürokratischen Vorstoß, der nun die Erteilung der Lizenzen und den offiziellen Start der Bauarbeiten ermöglichte. Aktuellen Berichten zufolge, die unter anderem den Start der Bauphase sowie einen Besuch des Promotors Agustín Pérez auf dem Areal dokumentieren, ist der Startschuss für die konkrete Umsetzung mittlerweile gefallen.
Umfangreiche Infrastruktur auf knapp 15.000 Quadratmetern
Das neue Bauprojekt erstreckt sich über eine Gesamtfläche von exakt 14.699 Quadratmetern im Gebiet der Ayagaures-Schlucht. Das Kernstück bildet dabei eine rund 1.200 Quadratmeter große Industriehalle, die auf einem Grundstück von gut 6.000 Quadratmetern errichtet wird. Diese Maßnahme wird das bisherige Angebot an Gewerbeflächen für industrielle Aktivitäten in San Bartolomé de Tirajana spürbar vergrößern.
Ergänzt wird der Komplex durch eine 800 Quadratmeter große Servicefläche für Fahrzeugwäschen sowie eine moderne Tankstelle. Letztere wird nicht nur konventionelle Kraftstoffe anbieten, sondern auch mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgestattet sein, um den Anforderungen der modernen Elektromobilität gerecht zu werden.
Ein weiterer essenzieller Bestandteil des Wirtschaftsparks ist ein Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von etwa 289 Quadratmetern. Den Besuchern und Mitarbeitern wird zudem ein großzügiger Parkplatz von rund 2.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Zusätzlich entsteht eine 4.000 Quadratmeter große Stellfläche für Fahrzeuge, an die sich rund 280 Quadratmeter an Einrichtungen für ergänzende Dienstleistungen anschließen. Parallel zu diesen Arbeiten ist in den nächsten Monaten zudem die Eröffnung des Restaurants El Pozo geplant, welches das gastronomische Angebot vor Ort bereichern wird.
Bessere Verkehrsanbindung und wirtschaftliche Diversifizierung
Um das erwartete Verkehrsaufkommen reibungslos zu bewältigen und die Sicherheit zu garantieren, investieren die Planer stark in die Infrastruktur. Es entsteht ein neuer Zugangskreisverkehr mit direktem Anschluss an die GC-503 sowie ein internes Straßennetz, das den Verkehr zielgerichtet auf die verschiedenen Bereiche des Komplexes verteilt.
Aufgrund seines öffentlichen und sozialen Interesses genießt das Projekt eine besondere Einstufung. Alejandro Marichal, Erster stellvertretender Bürgermeister von San Bartolomé de Tirajana, unterstreicht die enorme Relevanz solcher Vorhaben. Er betont, dass private Investitionen nur dann in echte wirtschaftliche Aktivität und Beschäftigung umgewandelt werden können, wenn blockierte Verwaltungsakten zügig abgearbeitet werden. Marichal hebt hervor, dass die Gemeinde zwar über eine herausragende touristische Stärke verfüge, es aber zwingend notwendig sei, die lokale Wirtschaft zu diversifizieren. Die Ansiedlung von Industrie, Handel und Dienstleistungen schaffe Arbeitsplätze, die den Menschen eine berufliche Alternative zur klassischen Tourismusbranche bieten.
Auch die Stadträtin für Stadtplanung, Davinia Ramírez, sieht in dem Projekt einen massiven Gewinn für die Region. Sie erklärt, dass mit der Maßnahme ein Areal zurückgewonnen wird, das jahrelang nur auf dem Papier existierte. Es gehe weit über den reinen Bau neuer Anlagen hinaus, da die funktionale Aufwertung des gesamten Umfelds sowie eine deutliche Verbesserung der Zugänglichkeit im Fokus stünden. Die strikte Einhaltung der städtebaulicher Vorschriften garantiere dabei, dass solche Investitionen nachhaltig zur Aufwertung der Umwelt und zur Schaffung reeller Arbeitsplätze beitragen.
Insgesamt verspricht die Erschließung in der Ayagaures-Schlucht eine gelungene Kombination aus Industrie, Handel, Kfz-Dienstleistungen und Gastronomie zu werden, von der die gesamte Wirtschaft in San Bartolomé de Tirajana langfristig profitieren wird. – TF
