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Glück im Unglück: Mauereinsturz am Playa del Águila

Der Einsturz ereignete sich am gestrigen Abend.

Lesedauer 2 Minuten

San Bartolomé de Tirajana – In der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana entgingen Anwohner und Urlauber am Mittwochabend nur knapp einer Tragödie. Die enorme Wucht des Wellengangs führte dazu, dass ein bedeutender Teil der Ufermauer des Wohn- und Ferienkomplexes Águila Playa nachgab und in sich zusammenbrach. Auf einer Länge von insgesamt zwölf Metern stürzte das Mauerwerk vollständig ein. Auch angrenzende Bereiche der Struktur wurden schwer beschädigt; dort hielt die Basis zwar stand, doch das obere Geländer wurde von den Kräften der Natur weggerissen.

Ein glücklicher Zeitpunkt verhinderte das Schlimmste
Dass es bei diesem Vorfall lediglich bei Sachschaden blieb, ist vor allem dem Zeitpunkt des Einsturzes zu verdanken. Gegen 21:20 Uhr gab die Konstruktion endgültig nach. Zu dieser späten Stunde befanden sich keine Badegäste mehr am darunterliegenden Strandabschnitt.

Dies ist deshalb so entscheidend, weil die Mauer den beliebten Sandstrand Playa del Águila direkt überblickt. Tagsüber suchen viele Strandbesucher gezielt den Schatten der Mauer auf, um dort zu entspannen oder den Blick auf die Bucht zu genießen. Wäre die Mauer nur wenige Stunden früher eingestürzt, hätte dies fatale Folgen für die Menschen am Strand haben können.

Noé Armas, Inhaberin des beauftragten Bauunternehmens Noé Armas Construcciones, zeigte sich bei einer Besichtigung am Donnerstagmorgen sichtlich erleichtert. Die Erleichterung darüber, dass niemand zu Schaden kam, stand ihr und ihrem Team ins Gesicht geschrieben.

Schnelle Reaktion der Einsatzkräfte und Behörden

Unmittelbar nach dem Einsturz am Mittwochabend reagierte die Feuerwehr von San Bartolomé de Tirajana prompt und sicherte die Gefahrenstelle großräumig ab. Am nächsten Morgen folgten weitere Maßnahmen: Arbeiter der Baufirma trafen sich mit der Präsidentin der Eigentümervereinigung von Águila Playa, Michela Haupt, um den Umfang der Schäden zu begutachten. Obwohl die Feuerwehr bereits Vorarbeit geleistet hatte, wurde das Areal am frühen Donnerstagmorgen nochmals verstärkt abgesperrt, um neugierige Passanten vor weiteren möglichen Abbrüchen zu schützen.

Bürokratie und Naturgewalten im Wettlauf gegen die Zeit
Besonders bitter an dem Vorfall ist die Tatsache, dass der Einsturz nicht völlig unerwartet kam. Laut Angaben des Bauunternehmers war der Verfall der Mauer bereits bekannt und dokumentiert. Die Eigentümergemeinschaft befand sich bereits in einem aktiven Prozess, um die notwendigen Reparaturen in die Wege zu leiten.

Allerdings gestaltete sich der administrative Weg als langwierig. Da die Mauer direkt an der Küstenlinie liegt, müssen für Sanierungsmaßnahmen Genehmigungen von zwei verschiedenen Instanzen eingeholt werden: der übergeordneten Küstenbehörde sowie dem Stadtrat von San Bartolomé de Tirajana. Der Einsturz ereignete sich nun genau in dem Moment, als die Bearbeitung dieser Anträge noch in vollem Gange war. Dieser Vorfall verdeutlicht einmal mehr den enormen Druck, unter dem die Infrastruktur an den Küstenabschnitten durch den stetigen Wellengang steht, und wie wichtig eine beschleunigte Bearbeitung von Sicherheitsreparaturen ist. – TF

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