Kanaren – Es ist ein Ereignis, das in die Geschichte der Kanarischen Inseln eingehen wird: Papst Leo XIV. besucht den Archipel. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und die Vorfreude in der Bevölkerung ist riesig. Besonders ein Moment wird mit Spannung erwartet: Die Fahrt des Heiligen Vaters im Papamobil durch das Herz von Las Palmas de Gran Canaria. In einer feierlichen Pressekonferenz gaben Bischof José Mazuelos, Weihbischof Cristóbal Déniz und die Koordinatorin Enélida Hernández nun die finalen Details bekannt.
Ein historischer Moment: Im Papamobil durch Las Palmas
Für die Einwohner von Las Palmas de Gran Canaria wird der 11. Juni ein Tag sein, den sie so schnell nicht vergessen werden. Papst Leo XIV. wird nicht nur für verschlossene Treffen auf der Insel sein, sondern die Nähe zu den Menschen suchen. Wie die Diözese bestätigte, wird das Kirchenoberhaupt in seinem berühmten Papamobil durch das Stadtzentrum fahren.
Die Route ist so gewählt, dass möglichst viele Gläubige und Schaulustige die Chance haben, einen Blick auf den Papst zu werfen. Der Startschuss für diese besondere Fahrt fällt am Teatro Pérez Galdós. Von dort aus wird sich der Konvoi in Bewegung setzen, die Hauptstraße hinauffahren und schließlich Kurs auf die historische Kathedrale Santa Ana nehmen.
Gegen 13:30 Uhr wird die Ankunft an der Kathedrale erwartet. Damit die Sicherheit der Besucher und des Heiligen Vaters gewährleistet ist, wird der gesamte Bereich großräumig abgesperrt. Die Stadtverwaltung von Las Palmas plant zudem einen offiziellen Empfang, bevor der Papst das Papamobil besteigt. Bischof Mazuelos betonte: „Es ist uns wichtig, dass so viele Menschen wie möglich die Gelegenheit erhalten, diesen Moment der Gemeinschaft mit dem Papst zu teilen.“
Das Programm auf Gran Canaria: Ein Fokus auf Menschlichkeit
Der Besuch von Papst Leo XIV. ist jedoch weit mehr als eine feierliche Parade. Er steht ganz im Zeichen der Nächstenliebe und der aktuellen Herausforderungen unserer Zeit. Bevor der Papst das Stadtzentrum erreicht, führt ihn sein Weg in den Süden der Insel, nach Arguineguín.
Begegnung mit Migranten am Pier von Arguineguín
Um 11:40 Uhr wird der Heilige Vater am Hafen von Arguineguín erwartet. Dieser Ort wurde bewusst gewählt, da er in den letzten Jahren zum Symbol für die Migrationsbewegungen auf der sogenannten Atlantik-Route geworden ist. Papst Leo XIV. wird sich dort mit Familien und Organisationen treffen, die sich unermüdlich für Menschen einsetzen, die unter Lebensgefahr auf kleinen Booten die Inseln erreichen.
Weihbischof Cristóbal Déniz hob die „hohe symbolische Bedeutung“ dieses Treffens hervor. Es gehe darum, die Realität von Leid, aber auch die Hoffnung der Menschen sichtbar zu machen. Ein besonders bewegender Moment wird der Blumengruß an das Meer sein, der als Zeichen der Verbundenheit zwischen den Völkern und im Gedenken an die auf See Verstorbenen verstanden wird.
Die große Heilige Messe: Ein Stadion wird zur Kirche
Der Höhepunkt des ersten Besuchstages findet am Abend des 11. Juni statt. Um 18:30 Uhr wird Papst Leo XIV. eine feierliche Messe im Stadion von Gran Canaria zelebrieren. Das Interesse ist überwältigend: Bereits über 36.700 Menschen haben sich angemeldet, und jeden Tag kommen etwa 2.000 weitere hinzu.
Um dem Ansturm gerecht zu werden, wurde ein umfassendes Logistikkonzept erstellt:
- Hauptveranstaltungsort: Das Stadion von Gran Canaria (Estadio de Gran Canaria).
- Zusatzbereiche: Die Gran Canaria Arena und das Nebengebäude des Stadions werden ebenfalls für Besucher geöffnet.
- Live-Übertragung: In den Zusatzbereichen wird die Messe auf riesigen Leinwänden übertragen, damit jeder Teil der Liturgie sein kann.
Die Tore öffnen bereits um 14:00 Uhr, um einen entspannten Einlass zu ermöglichen. Für die Wartezeit ist ein musikalisches Vorprogramm geplant, das die Gläubigen auf die Ankunft des Papstes einstimmt.
Der Zeitplan für Donnerstag, 11. Juni (Gran Canaria)
Hier ist der detaillierte Ablauf des ersten Besuchstages im Überblick:
- 08:30 Uhr: Abflug vom Flughafen Barcelona-El Prat.
- 10:50 Uhr: Landung auf dem Luftwaffenstützpunkt Gando (Gran Canaria).
- 11:40 Uhr: Treffen mit Migranten und Hilfsorganisationen in Arguineguín inklusive Ansprache.
- 13:30 Uhr: Fahrt im Papamobil vom Teatro Pérez Galdós zur Kathedrale Santa Ana; anschließend Treffen mit Ordensleuten und Seelsorgern.
- 18:30 Uhr: Große Heilige Messe im Stadion von Gran Canaria mit Predigt des Papstes.
Der Besuch auf Teneriffa: Freitag, 12. Juni
Nach einem ereignisreichen Tag auf Gran Canaria reist der Papst am Freitagmorgen weiter auf die Nachbarinsel Teneriffa. Auch hier stehen die Themen Integration und Migration im Mittelpunkt.
Stationen auf Teneriffa:
Nach der Landung um 09:10 Uhr in Los Rodeos (Teneriffa Nord) wird der Heilige Vater das Migrantenzentrum „Las Raíces“ besuchen. Es folgt eine öffentliche Veranstaltung auf der Plaza del Cristo in La Laguna, einem Ort mit tiefer religiöser Tradition.
Um 12:15 Uhr wird eine weitere Heilige Messe gefeiert, diesmal unter freiem Himmel im Hafen von Santa Cruz de Tenerife. Nach einer offiziellen Abschiedszeremonie um 14:30 Uhr wird der Papst gegen 15:00 Uhr die Heimreise nach Rom antreten.
Ein logistisches Meisterwerk: 1.200 Freiwillige im Einsatz
Ein Ereignis dieser Größenordnung wäre ohne die Hilfe zahlreicher Freiwilliger nicht möglich. Diözesankoordinatorin Enélida Hernández berichtete stolz, dass sich bereits 1.200 Helfer gemeldet haben. Sie werden in den Bereichen Sicherheit, Besucherlenkung und Organisation unterstützen, um sicherzustellen, dass dieser Papstbesuch für alle Beteiligten zu einem friedlichen und inspirierenden Erlebnis wird.
Der Besuch von Papst Leo XIV. auf den Kanaren ist ein starkes Signal der Wertschätzung für die Inseln und ihre Bewohner. Es ist eine Reise, die Brücken schlagen und die Aufmerksamkeit der Welt auf die christlichen Werte der Gastfreundschaft und Solidarität lenken soll. – TF
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