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Hantavirus: WHO-Generaldirektor landet auf der Insel – „Dies ist kein zweites COVID“

WHO-Direktor Tedros und spanische Minister auf Teneriffa eingetroffen.

Lesedauer 3 Minuten

Die Anspannung auf den Kanarischen Inseln ist greifbar, doch die internationale Spitze der Gesundheitspolitik sendet eine klare Botschaft der Besonnenheit. Kurz vor der Ankunft des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius sind hochrangige Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der spanischen Regierung auf Teneriffa eingetroffen, um die komplizierte Evakuierungsaktion persönlich zu leiten.

In den späten Abendstunden erreichte die Nachricht die Öffentlichkeit: Das politische und medizinische Schwergewicht ist vor Ort. Wie die Sendung „Entre Nosotras“ berichtete, landeten Gesundheitsministerin Mónica García und Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Flughafen Teneriffa Süd. Begleitet werden sie von einer Delegation der WHO, die den Einsatz am Hafen von Granadilla koordinieren wird.

WHO-Chef Tedros beruhigt die Bevölkerung

Besonders ein Satz sorgt derzeit für Schlagzeilen und dürfte viele besorgte Inselbewohner aufatmen lassen. Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, wandte sich via X (ehemals Twitter) direkt an die Menschen auf Teneriffa: „Dies ist kein zweites COVID“.

Ghebreyesus betonte unmissverständlich, dass das aktuelle Risiko für die öffentliche Gesundheit durch das Hantavirus weiterhin als gering einzustufen sei. Er und seine Expertenkollegen hätten dies bereits mehrfach klargestellt und er sehe keine Veranlassung, von dieser Einschätzung abzuweichen. Der WHO-Chef reiste am Samstag selbst auf die Insel, um sich ein Bild von der Lage zu machen und die medizinische Evakuierung in enger Zusammenarbeit mit den regionalen und nationalen Behörden zu steuern.

Logistischer Kraftakt: Acht Nationen beteiligen sich

Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für den morgigen Tag auf Hochtouren. Die Evakuierung der MV Hondius ist kein gewöhnlicher Vorgang, sondern ein international abgestimmtes Manöver. Insgesamt acht Länder haben bereits Flüge organisiert und terminiert, um ihre Staatsbürger sicher nach Hause zu bringen.

Die WHO geht davon aus, dass die gesamte Rückführungsaktion über den Sonntag und Montag gestreckt wird. Eine Vertreterin der Organisation versicherte, dass die Ausschiffung so reibungslos wie möglich verlaufen soll. Interessant dabei: Um die Effizienz zu steigern, werden einige Flugzeuge von verschiedenen Ländern gemeinsam genutzt, um alle symptomfreien Passagiere und die Besatzung zu evakuieren. Der Prozess erfolgt dabei etappenweise und streng nach Nationalitäten getrennt, um die Übersicht und Sicherheit zu jeder Zeit zu gewährleisten.

Ministerium verspricht „maximale Sicherheit“

Innenminister Fernando Grande-Marlaska zeigte sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsministerin Mónica García zuversichtlich. Er stellte klar, dass das System voll einsatzbereit sei, völlig ungeachtet der genauen Ankunftszeit des Schiffes vor der Küste.

„Alles ist bereit“, so der Minister. Das Ziel sei es, die Ausschiffung und die anschließende Rückführung so schnell wie möglich durchzuführen. Dabei stehe das Prinzip der maximalen Sicherheit an oberster Stelle, sowohl für die Passagiere als auch für die lokale Bevölkerung auf Teneriffa. Die Minister befinden sich nach ihrer Landung derzeit auf dem Weg zum Hafen von Granadilla, um dort die finale Einsatzbesprechung abzuhalten und die Medien über die weiteren Schritte zu informieren.

Was bedeutet das für Teneriffa?

Auch wenn die Präsenz von WHO-Größen und Ministern dramatisch wirken mag, dient sie vor allem der reibungslosen Bürokratie und der Beruhigung der internationalen Partner. Für die Bewohner der Insel besteht laut Experten kein Grund zur Panik. Die Isolation der Betroffenen und die direkte Rückführung zum Flughafen sorgen dafür, dass die Wege der Schiffsinsassen und der lokalen Bevölkerung sich zu keinem Zeitpunkt kreuzen werden.

Man könnte fast sagen: Es ist eine Übung in internationaler Solidarität unter dem Mikroskop der Weltöffentlichkeit. Während die MV Hondius in den kommenden Stunden am Horizont auftaucht, ist Teneriffa bestens vorbereitet, um dieses Kapitel sicher zu beenden. – TF

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