Infos Gran Canaria | Das Inselportal
Kultur, Events & AktionenRegionale Infos

UFOs, Geister und verschwundene Inseln: Die X-Akten der Kanaren

Lesedauer 10 Minuten

UFOs, Geister und verschwundene Inseln: Die unheimlichen Geheimnisse der Kanaren

In diesem Regionalen BLOG-Beitrag befassen wir uns diesmal mit Geheminssen der Kanarischen Inseln und deren Geschichten. Die Kanarischen Inseln sind nicht nur für ihre Vulkanlandschaften, ihre Strände und ihr mildes Klima bekannt. Über Jahrhunderte haben sich auf dem Archipel auch Geschichten über rätselhafte Erscheinungen, geheimnisvolle Lichter und ungewöhnliche Ereignisse verbreitet. Manche dieser Erzählungen reichen bis in das 17. Jahrhundert zurück. Andere sorgten erst in jüngerer Vergangenheit für Aufsehen. Bis heute beschäftigen sich Historiker, Forscher und Autoren mit diesen Überlieferungen.

Besonders rund um La Palma, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa haben sich Geschichten erhalten, die teilweise weit über die Grenzen des Archipels hinaus bekannt wurden. Dazu gehören das sogenannte Alma de Tacande, das geheimnisvolle Licht von Mafasca, eine ungewöhnliche Beobachtung über Gran Canaria, die Pyramiden von Güímar und die sagenumwobene Insel San Borondón.

Doch was steckt tatsächlich hinter diesen Geschichten? Welche Ereignisse sind historisch dokumentiert, wo beginnt die Legende und welche Fragen sind bis heute offen?

Ein Blick auf fünf der bekanntesten Geheimnisse der Kanarischen Inseln zeigt, wie eng auf dem Archipel Geschichte, Volksglaube und ungeklärte Beobachtungen miteinander verbunden sind.

X-Akte 1: Das Alma de Tacande: Ein rätselhafter Fall aus dem Jahr 1628

Eine der bekanntesten Spukgeschichten der Kanarischen Inseln führt nach Tacande, einem ländlich geprägten Gebiet in der Gemeinde El Paso auf La Palma. Dort soll sich im Jahr 1628 ein außergewöhnliches Ereignis abgespielt haben, das später als das Alma de Tacande bekannt wurde.

Nach den überlieferten Berichten begannen Ende Januar 1628 in einem Wohnhaus ungewöhnliche Erscheinungen. Die Bewohner sollen eine Stimme gehört haben, obwohl sich keine sprechende Person im Raum befand. Die Stimme wurde schließlich mit einer Frau namens Ana González in Verbindung gebracht, die einige Jahre zuvor verstorben sein soll.

Die Erzählung entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer umfangreichen Geschichte. Demnach blieb es nicht bei einzelnen Geräuschen oder Stimmen. Es wurde auch von Gegenständen berichtet, die sich angeblich ohne erkennbare Einwirkung bewegten. Zudem soll die unsichtbare Erscheinung mit den Bewohnern gesprochen haben.

Besonders bemerkenswert ist die lange Dauer der geschilderten Ereignisse. In späteren Darstellungen ist von insgesamt 87 Tagen die Rede. Der Zeitraum wird häufig zwischen dem 30. Januar und dem 26. April 1628 angesetzt.

Die Geschichte erhielt zusätzliche Aufmerksamkeit, weil sich Geistliche mit dem Geschehen beschäftigt haben sollen. In den Überlieferungen wird unter anderem von Gesprächen mit einem Franziskaner berichtet. Die vermeintliche Erscheinung soll schließlich ihre Identität erklärt und um Unterstützung gebeten haben.

Historisch lässt sich die Bedeutung der Geschichte vor allem durch ihre frühe Überlieferung nachvollziehen. Der kanarische Historiker José de Viera y Clavijo erwähnte den Fall später in seinem Werk über die Geschichte der Kanarischen Inseln. Auch die Bibliothek der Universität Las Palmas de Gran Canaria dokumentiert die fortbestehende Bedeutung der Erzählung in der mündlichen Überlieferung La Palmas.

Eine wissenschaftliche Bestätigung übernatürlicher Vorgänge liegt allerdings nicht vor. Die historischen Berichte belegen vielmehr, dass die Geschichte über lange Zeit im kollektiven Gedächtnis der Insel erhalten blieb.

Das Alma de Tacande ist damit ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie sich eine lokale Erzählung über mehrere Jahrhunderte hinweg zu einem festen Bestandteil der regionalen Kultur entwickeln konnte.

Historischer Hintergrund: Bibliothek der Universität Las Palmas de Gran Canaria – Überlieferung des Alma de Tacande

X-Akte 2: Das Licht von Mafasca: Eine Erscheinung, die Reisende in Angst versetzte

Auf Fuerteventura gehört das Licht von Mafasca zu den bekanntesten Erzählungen der traditionellen Inselkultur. Seit Generationen berichten Menschen von einer ungewöhnlichen Lichtquelle, die nachts über den Ebenen der Insel zu sehen gewesen sein soll.

Besonders häufig wird das Phänomen mit der Gegend zwischen Betancuria und Antigua sowie den sogenannten Llanos de Mafasca in Verbindung gebracht. Die beschriebenen Erscheinungen unterscheiden sich von gewöhnlichen Lichtquellen. In den Erzählungen ist von kleinen, hellen Punkten die Rede, die ihre Größe verändern, plötzlich auftauchen und ebenso unvermittelt wieder verschwinden.

Einige Überlieferungen berichten sogar davon, dass das Licht Menschen auf ihren Wegen verfolgt haben soll. Andere schildern, dass es sich zunächst langsam bewegte, dann plötzlich beschleunigte oder seine Richtung wechselte.

Im traditionellen Volksglauben wurden solche Erscheinungen häufig mit Seelen Verstorbener in Verbindung gebracht. Die Menschen deuteten das Licht als eine Seele, die aufgrund eines vergangenen Ereignisses keine Ruhe gefunden hatte.

Besonders bekannt ist eine Erzählung, in der eine alte Holzkreuz-Geschichte eine zentrale Rolle spielt. In einer Version sollen zwei Menschen während einer stürmischen Nacht ein Holzkreuz beschädigt haben, um damit ein Feuer zu entzünden. Aus den Flammen sei anschließend ein geheimnisvolles Licht entstanden, das die beiden auf ihrem Weg begleitete.

Allerdings existiert nicht nur eine einzige Version dieser Geschichte. In anderen Überlieferungen werden unterschiedliche Personen und Ereignisse als Ursprung des Phänomens genannt. Gerade diese Vielfalt macht die Legende zu einem interessanten Bestandteil der mündlichen Kultur Fuerteventuras.

Auch wissenschaftlich und kulturgeschichtlich wurde das Thema untersucht. Joaquín Carreras Navarro beschäftigte sich in einer Veröffentlichung im Rahmen der Jornadas de Estudios sobre Fuerteventura y Lanzarote ausführlich mit der Überlieferung. Dabei geht es nicht nur um die Erscheinungen selbst, sondern auch um die Entwicklung der Erzählungen und ihre Bedeutung für die Bevölkerung.

Eine eindeutige Erklärung für sämtliche historischen Beobachtungen gibt es nicht. Aus den Überlieferungen lässt sich jedoch erkennen, wie stark religiöse Vorstellungen und der Umgang mit dem Tod die traditionelle Deutung solcher Erscheinungen beeinflussten.

Das Licht von Mafasca ist deshalb weit mehr als eine klassische Gruselgeschichte. Es gehört zum kulturellen Erbe Fuerteventuras und zeigt, wie sich Ängste, religiöse Vorstellungen und Naturbeobachtungen über Generationen miteinander verbinden konnten.

Historischer Hintergrund: Cabildo de Fuerteventura – Wissenschaftliche Beiträge zur Lichtlegende von Mafasca

X-Akte 3. Das UFO von Gáldar: Eine ungewöhnliche Beobachtung im Jahr 1976

Nicht alle Geheimnisse der Kanarischen Inseln stammen aus vergangenen Jahrhunderten. Ein besonders bekanntes Ereignis ereignete sich am 22. Juni 1976 im Norden Gran Canarias. Der Fall wurde später auch außerhalb des Archipels bekannt und beschäftigte die spanischen Militärbehörden.

Im Mittelpunkt stand der Arzt Francisco Julio Padrón de León aus Guía. Nach den veröffentlichten Schilderungen war er in dieser Nacht gemeinsam mit weiteren Personen unterwegs, um eine erkrankte Frau in der Gegend von Las Rosas in der Gemeinde Gáldar zu besuchen.

Während der Fahrt soll die Gruppe ein ungewöhnliches Licht am Himmel beziehungsweise in der Umgebung wahrgenommen haben. In den späteren Darstellungen wurde von einer großen leuchtenden Erscheinung berichtet, deren Helligkeit und Farbgebung sich verändert haben sollen. Das Phänomen habe sich ausgedehnt und sei schließlich wieder verschwunden.

Die Beobachtung sorgte für Aufmerksamkeit und führte dazu, dass sich auch militärische Stellen mit dem Ereignis beschäftigten. Besonders interessant ist, dass zu dem Vorfall tatsächlich ein offizieller Untersuchungsbericht existiert.

Die spanische Biblioteca Virtual de Defensa führt den Vorgang unter dem Titel „Avistamiento de fenómenos extraños en Canarias: 22 de Junio de 1976“. Das Dokument stammt aus dem Umfeld des damaligen spanischen Mando Operativo Aéreo und umfasst insgesamt 107 Seiten mit Texten, Abbildungen und Plänen.

Der Vorgang wurde 1994 freigegeben. Damit gehört die Beobachtung zu den dokumentierten UFO-Fällen, die in den Beständen der spanischen Militärbibliothek zugänglich sind.

Die Existenz einer solchen Akte bedeutet allerdings nicht, dass ein außerirdisches Flugobjekt nachgewiesen wurde. Ein militärischer Untersuchungsbericht dokumentiert zunächst die gemeldeten Beobachtungen und die damit verbundenen Ermittlungen. Er ist kein Beweis für eine außerirdische Herkunft.

Im Zusammenhang mit dem Ereignis wurden verschiedene mögliche Erklärungen diskutiert. Dazu gehörten unter anderem militärische Aktivitäten und Raketenstarts im weiteren Atlantikraum. Eine zweifelsfreie Zuordnung sämtlicher geschilderter Eindrücke lässt sich aus den öffentlich zugänglichen Angaben jedoch nicht ableiten.

Gerade deshalb bleibt der Fall für die Geschichte der UFO-Beobachtungen in Spanien interessant. Er zeigt, dass ungewöhnliche Himmelserscheinungen nicht nur Gegenstand privater Erzählungen waren, sondern auch offiziell untersucht und archiviert wurden.

Originaldokument: Biblioteca Virtual de Defensa – UFO-Akte vom 22. Juni 1976

X-Akte 4. Die Pyramiden von Güímar: Ein Bauwerk voller Fragen

Auf Teneriffa befindet sich eines der ungewöhnlichsten Bauwerke des Archipels: die Pyramiden von Güímar. Die sechs abgestuften Steinstrukturen liegen im Südosten der Insel und gehören heute zu den bekanntesten touristischen und kulturhistorischen Anlagen Teneriffas.

Die Bauwerke bestehen aus übereinandergeschichteten Lavasteinen und erinnern auf den ersten Blick an kleinere Pyramidenanlagen aus anderen Teilen der Welt. Ihre besondere Form und die teilweise auffälligen Ausrichtungen haben über Jahrzehnte hinweg Diskussionen über ihre Entstehung ausgelöst.

Besonders große Aufmerksamkeit erhielt die Anlage durch den norwegischen Forschungsreisenden Thor Heyerdahl. Er beschäftigte sich intensiv mit den Strukturen und vertrat die Auffassung, dass ihre mögliche Verbindung zu alten Seefahrerkulturen näher untersucht werden müsse.

Heyerdahl interessierte sich insbesondere für die Frage, ob frühe Kulturen über den Atlantik hinweg miteinander in Kontakt gestanden haben könnten. Die Pyramiden von Güímar wurden dadurch auch international bekannt.

Allerdings widersprechen archäologische und historische Untersuchungen der Vorstellung, dass es sich um mehrere tausend Jahre alte Monumente handelt.

Wissenschaftliche Beiträge der Universität La Laguna und des Instituto de Astrofísica de Canarias kommen zu dem Ergebnis, dass die Bauwerke in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet wurden. Als naheliegende Erklärung gilt ihre Entstehung im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Arbeiten und der Aufschichtung von Steinen, die bei der Bearbeitung der Felder entfernt wurden.

Auch die astronomischen Ausrichtungen wurden untersucht. Wissenschaftler stellten fest, dass bestimmte Strukturen mit den Sonnenwenden in Verbindung stehen. Das allein beweist jedoch nicht, dass die Anlage von einer prähistorischen Hochkultur errichtet wurde.

Eine weitere Besonderheit ist die Cueva Chacona, eine natürliche vulkanische Höhle unter einer der Pyramiden. Im Bereich der Höhle wurden archäologische Funde entdeckt, darunter Materialien, die mit der vorspanischen Bevölkerung Teneriffas in Verbindung gebracht werden. Datierungen einiger organischer Überreste liegen zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert nach Christus.

Diese Funde sind für die Geschichte der Insel von Bedeutung. Sie belegen jedoch nicht, dass die Pyramiden selbst aus dieser Zeit stammen.

Heute befindet sich die Anlage im Parque Etnográfico y Jardín Botánico Pirámides de Güímar. Der Park wurde 1998 gegründet und dient der Erhaltung, Erforschung und Vermittlung des kulturellen und natürlichen Erbes.

Die Pyramiden sind damit ein Beispiel dafür, wie aus einer zunächst ungewöhnlichen Landschaftsstruktur ein international bekanntes Forschungs- und Diskussionsthema werden kann. Ihre tatsächliche Entstehung ist durch wissenschaftliche Untersuchungen wesentlich besser einzugrenzen, als es manche spektakuläre Theorien vermuten lassen.

Wissenschaftlicher Hintergrund: Museos de Tenerife – Las Pirámides de Güímar: Mito y Realidad

X-Akte 5. San Borondón: Die geheimnisvolle achte Insel der Kanaren

Kaum eine andere Legende ist so eng mit der Geschichte der Kanarischen Inseln verbunden wie die von San Borondón. Seit Jahrhunderten berichten Erzählungen von einer Insel im Atlantik, die plötzlich am Horizont auftauchen und kurze Zeit später wieder verschwinden soll.

San Borondón wird häufig als die achte Insel des Archipels bezeichnet. In den Überlieferungen liegt sie westlich der westlichen Kanarischen Inseln, insbesondere in der Gegend von La Palma und El Hierro. Eine genaue Position konnte jedoch niemals bestätigt werden.

Der Name geht auf den irischen Mönch San Brandán zurück, der im 6. Jahrhundert gelebt haben soll. Seine legendären Seereisen wurden in mittelalterlichen Erzählungen beschrieben. Dabei ist von einer üppigen Insel die Rede, die mit einer paradiesischen Landschaft und außergewöhnlichem Reichtum verbunden wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte vermischten sich diese religiös geprägten Reiseberichte mit den Vorstellungen europäischer Seefahrer. Die angebliche Insel erhielt verschiedene Namen und wurde schließlich als San Borondón Teil der kanarischen Überlieferung.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Insel nicht nur in Geschichten auftauchte. Auch auf historischen Seekarten wurde sie über lange Zeit eingezeichnet. Zwischen dem Mittelalter und der frühen Neuzeit galt ihre Existenz für manche Kartografen und Seefahrer als durchaus plausibel.

Zahlreiche Menschen behaupteten, die Insel gesehen zu haben. Einzelne Berichte gingen sogar so weit, dass Seeleute von einer tatsächlichen Landung erzählten. Belege, die eine solche Reise zweifelsfrei bestätigen würden, existieren allerdings nicht.

Die Suche nach San Borondón wurde zeitweise sogar zu einer offiziellen Angelegenheit. Im Jahr 1721 wurde eine Expedition organisiert, um die vermeintliche Insel zu finden. Das Unternehmen stand unter dem Kommando von Juan Fernando Franco de Medina. Die Expedition startete am 11. November 1721 in Santa Cruz de Tenerife.

Auch dieser Versuch blieb erfolglos. Die Mannschaft konnte die gesuchte Insel nicht finden und kehrte ohne entsprechenden Nachweis zurück.

Historiker haben sich später auch mit den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Hintergründen dieser Expedition beschäftigt. Eine Untersuchung von Fernando Bruquetas de Castro und Luisa Toledo Bravo de Laguna, veröffentlicht in der wissenschaftlichen Zeitschrift Vegueta der Universität Las Palmas de Gran Canaria, zeigt, dass die Suche nicht allein aus geografischer Neugier erfolgte. Die Hoffnung auf neue Ressourcen und wirtschaftliche Möglichkeiten spielte ebenfalls eine Rolle.

Eine mögliche naturwissenschaftliche Erklärung für manche Sichtungen ist die sogenannte Fata Morgana. Dabei handelt es sich um eine besondere Form der Luftspiegelung, bei der entfernte Landschaften oder Objekte durch bestimmte atmosphärische Bedingungen verzerrt erscheinen können.

Solche optischen Erscheinungen können den Eindruck erwecken, dass sich am Horizont eine Insel befindet, obwohl dort keine entsprechende Landmasse existiert.

Die Erklärung ist grundsätzlich plausibel, lässt sich aber nicht rückwirkend auf jede einzelne historische Sichtung anwenden. Für San Borondón selbst gibt es bis heute keinen geografischen Nachweis.

Die Geschichte bleibt dennoch ein fester Bestandteil des kanarischen Kulturerbes. Sie verbindet mittelalterliche Seefahrtslegenden, historische Kartografie, religiöse Überlieferungen und die Sehnsucht nach unbekannten Orten.

Historischer Hintergrund: Gobierno de Canarias – Die Legende von San Borondón

Zwischen Geschichte, Volksglauben und ungelösten Fragen

Die fünf Geschichten zeigen, wie unterschiedlich die geheimnisvollen Überlieferungen der Kanarischen Inseln entstanden sind. Während das Alma de Tacande und das Licht von Mafasca vor allem durch mündliche Erzählungen und religiöse Vorstellungen geprägt wurden, gibt es zum UFO-Fall von 1976 tatsächlich umfangreiche militärische Unterlagen.

Die Pyramiden von Güímar wiederum sind ein Beispiel dafür, wie ungewöhnliche Bauwerke durch spektakuläre Deutungen internationale Aufmerksamkeit erhalten können. Bei San Borondón treffen historische Seefahrtsberichte auf eine Legende, deren Ursprung weit in die europäische Überlieferungsgeschichte zurückreicht.

Nicht jede Geschichte ist ein ungelöstes Rätsel im wissenschaftlichen Sinne. Einige lassen sich durch historische Forschung besser einordnen, andere gehören vor allem zur mündlichen Kultur der Inseln. Wieder andere werfen Fragen auf, für die sich anhand der vorhandenen Dokumente keine abschließende Antwort geben lässt.

Gerade diese Mischung macht die geheimnisvolle Seite des Archipels aus. Die Kanarischen Inseln besitzen eine lange Geschichte, die weit über ihre bekannten touristischen Sehenswürdigkeiten hinausgeht. In alten Häusern, abgelegenen Landschaften, historischen Dokumenten und überlieferten Erzählungen lebt ein kulturelles Erbe weiter, das bis heute das Interesse von Einheimischen und Besuchern weckt.

Ob geheimnisvolle Lichter am Nachthimmel, Geschichten über ruhelose Seelen oder eine Insel, die angeblich am Horizont erscheint und wieder verschwindet: Die Legenden der Kanaren erzählen auch davon, wie Menschen früher unbekannte Ereignisse zu verstehen versuchten.

Und vielleicht liegt gerade darin das Besondere: Nicht jede Geschichte braucht eine übernatürliche Erklärung, um über Jahrhunderte hinweg faszinierend zu bleiben. – TF

Ähnliche Beiträge

AirBnB begrüßt Urteil gegen das Tourismusgesetz der Kanarischen Inseln

Thomas F. InfosGC

Darias bestätigt: Dritte Impfdosis gegen COVID-19 kommt, nur wann, sei unklar

Thomas F. InfosGC

Trotzt Lavastrom – Bisher 3 „überlebende“ kanarische Kiefern auf La Palma gefunden

Thomas F. InfosGC