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Urlaub mit Pfote: Mogán öffnet ausgewählte Küstenabschnitte für Hunde

Damit steigt die Zahl der Hundestrände auf der Insel deutlich an.

Lesedauer 5 Minuten

Mogán – Die Gemeinde Mogán im Südwesten von Gran Canaria geht neue Wege in der Küstenbewirtschaftung. In einer Zeit, in der Haustiere zunehmend als vollwertige Familienmitglieder angesehen werden, reagiert die Lokalpolitik auf den wachsenden Wunsch der Bevölkerung nach mehr Freiraum für Vierbeiner. Entlang der malerischen, 16 Kilometer langen Küstenlinie wurden nun gezielte Maßnahmen ergriffen, um das Miteinander von Mensch und Hund an den Stränden neu zu ordnen. Von insgesamt 22 Stränden der Gemeinde sind ab sofort fünf Abschnitte offiziell für Hunde zugänglich – ein Schritt, der Mogán deutlich von anderen Küstenorten abhebt.

Ein innovatives Pilotprojekt: Zwischen Tradition und Moderne

Lange Zeit galt an den sonnenverwöhnten Stränden von Mogán ein striktes Hundeverbot. Doch der Stadtrat hat eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen. Statt auf starre Verbote zu setzen, setzt die Verwaltung unter der Leitung von Bürgermeisterin Onalia Bueno auf einen sogenannten „gemischten Ansatz“. Ziel ist es, durch ein Pilotprojekt zu testen, wie die Integration von Haustieren an vielbesuchten Orten funktionieren kann, ohne die Interessen anderer Badegäste zu vernachlässigen.

Das Besondere an dieser Initiative ist die Standortwahl. Während viele andere Gemeinden in Spanien Hundestrände oft in entlegene, schwer zugängliche oder felsige Randgebiete verlegen, integriert Mogán beliebte und teils frisch renovierte Abschnitte in das Konzept. Dazu gehören unter anderem die moderne Zone von El Perchel und der weitläufige Strand von Tauro.

Bei einer offiziellen Eröffnungszeremonie am Strand von El Perchel unterstrich Bürgermeisterin Bueno die Bedeutung dieses Schrittes. Sie betonte, dass die Gemeinde „Glück habe“, solche Räume schaffen zu können, verband dies jedoch mit einem dringenden Appell an die Eigenverantwortung der Tierhalter. Das Pilotprojekt ist kein Selbstläufer: Der zuständige Stadtrat für Strände, Willy García, machte deutlich, dass der langfristige Erfolg und die Beibehaltung der Regelungen maßgeblich davon abhängen, wie diszipliniert sich die Hundebesitzer in der Anfangsphase verhalten.

Die fünf Hundestrände im Detail: Wo und Wann?

Damit das Zusammenleben reibungslos funktioniert, hat die Gemeinde klare Regeln und Zonen definiert. Nicht an jedem der fünf Strände gelten dieselben Bedingungen. Man unterscheidet zwischen Stränden mit zeitlicher Begrenzung und solchen, die ganztägig genutzt werden können.

1. El Perchel (Arguineguín)
Dieser kürzlich modernisierte Küstenbereich ist einer der Vorreiter des Projekts. Hier dürfen Hunde jedoch nicht den gesamten Tag verbringen. Die Stadtverwaltung hat feste Zeitfenster eingerichtet, um die Reinigung und die Nutzung durch andere Badegäste zu koordinieren.
Zeiten: 07:00 bis 10:00 Uhr und 18:00 bis 21:00 Uhr.
Bereich: Nur ein speziell ausgewiesener Abschnitt.

2. La Lajilla (Arguineguín)
Bekannt als ruhigerer Küstenabschnitt, bietet La Lajilla eine entspannte Atmosphäre. Auch hier greift das Zeitmodell, um Stoßzeiten zu entlasten.
Zeiten: 07:00 bis 10:00 Uhr und 18:00 bis 21:00 Uhr.
Bereich: Der gesamte Strandabschnitt ist für Hunde freigegeben.

3. Las Marañuelas (Arguineguín)
Hier konzentriert sich die Freigabe auf den kleineren, ruhigeren Teil des Strandes, der sich unterhalb der Straße Tomás Iriarte befindet (zwischen der norwegischen Kirche und dem PFAE-Ausbildungszentrum). Dieser Bereich gilt als Geheimtipp für Anwohner, die dem großen Trubel entgehen möchten.

4. Aguamarina
Dieser Bereich wird ebenfalls in das Konzept einbezogen. Hier werden, ähnlich wie in El Perchel, spezifische Zonen markiert, damit für alle Besucher – mit oder ohne Hund – Klarheit herrscht.

5. Tauro und Los Frailes
Tauro gehört zu den prominentesten Neuzugängen der Liste. Während in Tauro markierte Bereiche gelten, ist in der kleineren Bucht von Los Frailes der gesamte Strandabschnitt für die vierbeinigen Begleiter zugänglich. Beide Strände bieten eine etwas naturbelassenere Umgebung als die urbanen Abschnitte in Arguineguín.

Infrastruktur und Sauberkeit: Die Pflichten der Halter

Die Änderung der Strandverordnung, die im Vorfeld ohne öffentliche Einwände die Anhörungsphase passierte, bringt nicht nur Freiheiten, sondern auch klare Pflichten mit sich. Stadtrat Willy García stellte klar, dass die allgemeinen Regeln für Tierhaltung im öffentlichen Raum der Gemeinde Mogán eins zu eins auf die Strände übertragen werden.

Die wichtigsten Verhaltensregeln auf einen Blick:

  • Leinenpflicht: Hunde dürfen nicht frei herumlaufen. Es muss eine Leine verwendet werden, wobei die Verordnung eine angemessene Länge erlaubt, um dem Tier Bewegung zu ermöglichen, ohne andere Gäste zu stören.
  • Maulkorbpflicht: Für Rassen, die gesetzlich als „potenziell gefährlich“ eingestuft sind, besteht eine strikte Maulkorbpflicht.
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  • strong>Hinterlassenschaften: Das Entfernen von Hundekot ist absolute Pflicht. Zuwiderhandlungen werden konsequent mit Bußgeldern geahndet.

Um die Einhaltung dieser Regeln zu unterstützen, hat die Gemeinde die Infrastruktur vor Ort verbessert. Es wurden zusätzliche Spender für Hundekotbeutel und spezielle Abfallbehälter installiert. Ein wesentlicher Pfeiler des Konzepts ist zudem der verstärkte Reinigungsdienst. Insbesondere an den Stränden mit Zeitbegrenzung (El Perchel und La Lajilla) rücken die Reinigungstrupps unmittelbar nach Ablauf der Hunde-Zeitfenster an, um den Strand für die nachfolgenden Badegäste in einwandfreiem Zustand zu hinterlassen.

Ein Modell mit Zukunftsaussichten?

Der Vorstoß von Mogán wird von vielen Seiten beobachtet. Für die Tourismusbranche könnte die „Pet-Friendly“-Ausrichtung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein, da immer mehr Reisende ihre Urlaubsziele nach der Hundefreundlichkeit auswählen. Für die Anwohner wiederum bedeutet es eine Steigerung der Lebensqualität, das geliebte Haustier in den Alltag am Meer integrieren zu können.

Ob das Pilotprojekt dauerhaft bestehen bleibt oder sogar ausgeweitet wird, liegt nun in den Händen – oder besser gesagt an den Leinen – der Hundebesitzer. Die Botschaft der Verwaltung ist deutlich: Gegenseitige Rücksichtnahme und Hygiene sind die Grundvoraussetzungen dafür, dass Mogáns Strände auch in Zukunft ein Paradies für Mensch und Tier bleiben. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Modell der zeitlichen Trennung und der ausgewiesenen Zonen als Blaupause für andere Gemeinden auf den Kanarischen Inseln dienen kann.

Hundebesitzer sind jedenfalls eingeladen, die neuen Möglichkeiten zu nutzen – stets mit dem Blick auf die Uhr und dem Beutel in der Tasche, um die Schönheit der Küste von Mogán für alle zu bewahren.

Weitere Artikel zum Thema:
Aktuell gibt es drei offizielle Strände für Hunde auf Gran Canaria, vom 23.01.2017

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