Elektromobilität auf Gran Canaria: Wo E-Autos laden können
Elektromobilität gehört auch auf Gran Canaria zunehmend zum Alltag. Immer mehr Elektroautos sind auf den Straßen unterwegs, gleichzeitig wächst das Angebot an öffentlichen Lademöglichkeiten. Neben den großen Energieunternehmen baut auch das Cabildo de Gran Canaria sein eigenes Ladenetz aus. Hinzu kommen Stationen an Einkaufszentren, Supermärkten, Hotels, Parkhäusern und Tankstellen. Für Fahrer ist damit nicht mehr nur entscheidend, wo sich eine Ladesäule befindet, sondern auch, wer sie betreibt, wie schnell sie lädt und unter welchen Bedingungen sie genutzt werden kann.
Die Insel stellt dabei unterschiedliche Anforderungen. In Las Palmas, Telde und den touristisch geprägten Gemeinden im Süden gibt es andere Fahrt- und Ladesituationen als im Inselinneren. Wer längere Strecken in die Bergregionen plant, sollte den Ladezustand und mögliche Zwischenstopps daher vorab berücksichtigen. Gerade bei Ausflügen abseits der großen Zentren ist es sinnvoll, nicht erst mit fast leerem Akku nach einer passenden Säule zu suchen.
Das öffentliche Angebot ist in den vergangenen Jahren schrittweise gewachsen. Das Cabildo hat sein Netz unter anderem in Industriegebieten und Gemeinden erweitert. Im November 2025 gingen beispielsweise fünf weitere Stationen in Telde, Ingenio, Santa Lucía de Tirajana und Las Palmas in Betrieb. Einige dieser Anlagen bieten Ladeleistungen von bis zu 100 kW. Bereits zuvor waren zusätzliche Ladepunkte in Telde sowie neue Standorte im Inselinneren angekündigt oder umgesetzt worden. Auch private Anbieter und Unternehmen aus dem Einzelhandel ergänzen die Infrastruktur. Wer während des Einkaufs lädt, kann die Standzeit häufig sinnvoll nutzen – allerdings gelten je nach Standort eigene Öffnungszeiten, Parkregeln und Zugangsbedingungen. Mehr zu den neuen Ladestationen des Cabildo.
Elektromobilität betrifft nicht nur den Individualverkehr. Auch im öffentlichen Verkehr kommen zunehmend elektrische Fahrzeuge zum Einsatz. Auf Gran Canaria wurde 2026 der Start eines vollelektrischen Überlandbusses als weiterer Schritt bei der Umstellung des Verkehrsangebots vorgestellt. Parallel verändern neue Fahrzeugmodelle, Förderprogramme und Entwicklungen auf dem Gebrauchtwagenmarkt die Bedingungen für Menschen, die über den Umstieg auf ein Elektroauto nachdenken. Hintergrund zum ersten elektrischen Überlandbus auf Gran Canaria.
Die nachfolgende Karte bietet eine Orientierung zu Ladestationen auf Gran Canaria und führt Standorte unterschiedlicher Betreiber sowie Ladeangebote bei Einkaufs- und anderen Einrichtungen zusammen. Die Angaben sollen die Suche erleichtern, ersetzen aber keine Prüfung vor der Fahrt: Verfügbarkeit, Ladeleistung, Zahlungsmöglichkeiten und Zufahrtsregeln können sich ändern. Bei privaten oder nur für Kunden vorgesehenen Anlagen ist außerdem zu beachten, dass sie nicht unbedingt für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich sind. Prüfen Sie deshalb vor dem Anfahren die aktuellen Informationen des jeweiligen Betreibers.
Karte für Ladestationen
Hinweis zur Ladekarte:
Unsere interaktive Karte unterscheidet die Ladestationen anhand der jeweiligen Betreiber. Jeder Anbieter ist durch eine eigene Farbe und ein eigenes Symbol gekennzeichnet. Die Zahlen in der Kartenlegende zeigen, wie viele Standorte in unserer Übersicht dem jeweiligen Anbieter zugeordnet sind.
Neben den großen Ladenetzbetreibern wie Endesa, Iberdrola, Repsol und dem Cabildo de Gran Canaria haben wir auch Ladestationen von Supermärkten wie Lidl, Aldi und Hiperdino sowie von Einkaufszentren, Tankstellen und weiteren Einrichtungen aufgenommen.
Bitte beachten Sie, dass die Zahl der Standorte nicht mit der Anzahl der einzelnen Ladepunkte oder Ladeanschlüsse gleichzusetzen ist. Außerdem sind nicht alle eingetragenen Anlagen öffentlich zugänglich. Einige Ladeangebote sind beispielsweise ausschließlich Kunden bestimmter Einrichtungen vorbehalten.
Mit dem Mietwagen auf Gran Canaria elektrisch unterwegs
Auch für Urlauber wird Gran Canaria als Ziel für Reisen mit dem Elektroauto interessanter. Wer auf der Insel einen elektrischen Mietwagen bucht, kann die Küstenstraßen ebenso erkunden wie die Bergdörfer im Inselinneren. Allerdings gibt es bei der Anmietung einige Dinge zu beachten, damit die Suche nach einer passenden Ladestation nicht unnötig kompliziert wird.
Vor der Mietwagenbuchung auf den Ladeanschluss achten
Nicht jedes Elektroauto verfügt über dieselbe Ladetechnik. In Europa sind Typ 2 für das normale AC-Laden und CCS (Combo 2) für das DC-Schnellladen weit verbreitet. Trotzdem sollte man sich vor der Buchung über das konkrete Fahrzeugmodell und dessen Ladeanschluss informieren. Auch die maximale Ladeleistung kann je nach Fahrzeug deutlich variieren.
Wichtig ist außerdem die Frage, ob ein Ladekabel zum Mietwagen gehört. An manchen AC-Ladestationen wird ein eigenes Kabel benötigt, während Schnellladestationen häufig bereits über ein fest angeschlossenes Ladekabel verfügen. Wer das vorab klärt, erlebt später keine unangenehme Überraschung.
Ladekarte, App und Bezahlung
Ein weiterer Punkt betrifft die Bezahlung. Einige Anbieter arbeiten mit eigenen Smartphone-Apps, andere ermöglichen das Laden über Ladekarten, QR-Codes oder Bankkarten. Es lohnt sich deshalb, bereits vor der Reise zu prüfen, welche Möglichkeiten der jeweilige Anbieter unterstützt. Auch eine Registrierung in der entsprechenden App kann sinnvoll sein, damit vor Ort keine Zeit verloren geht.
Fragen Sie bei der Autovermietung außerdem nach, ob eine Ladekarte zur Verfügung gestellt wird und ob damit bestimmte Ladenetze genutzt werden können. Bei solchen Angeboten können eigene Tarife oder Abrechnungsbedingungen gelten.
Mit dem Elektroauto die Insel erkunden
Wer Gran Canaria mit einem Elektroauto entdecken möchte, sollte auch die geografischen Besonderheiten berücksichtigen. Die Insel verfügt über ein weit verzweigtes Straßennetz, viele Strecken führen jedoch aus den Küstenregionen in höhere Lagen. Gerade bei längeren Anstiegen kann der Energieverbrauch deutlich zunehmen.
Bei einer Fahrt von Maspalomas über Fataga in Richtung San Bartolomé de Tirajana oder Tejeda sollte deshalb genügend Akkureserve eingeplant werden. Bergabfahrten können durch die Rückgewinnung von Bremsenergie einen Teil des zuvor verbrauchten Stroms zurückbringen. Darauf sollte man seine Routenplanung allerdings nicht allein aufbauen.
Akkustand bei der Rückgabe des Mietwagens beachten
Vor der Fahrzeugübernahme sollte auch geklärt werden, mit welchem Akkustand der Wagen zurückgegeben werden muss. Manche Autovermietungen verlangen eine Rückgabe mit einem bestimmten Mindestladestand, während andere unterschiedliche Ladepakete oder Abrechnungsmodelle anbieten. Wird die vereinbarte Ladung unterschritten, können zusätzliche Gebühren entstehen.
Lassen Sie sich diese Bedingungen am besten bereits bei der Buchung erklären. So wissen Sie, ob Sie vor der Rückgabe noch eine Ladestation aufsuchen müssen oder ob die Autovermietung eine andere Abrechnung vorsieht.
Mit etwas Vorbereitung lässt sich Gran Canaria auch mit einem Elektroauto gut erkunden. Unsere interaktive Ladekarte hilft dabei, passende Standorte entlang der geplanten Strecke zu finden. Da sich Verfügbarkeit, Preise und Zugangsbedingungen ändern können, sollten die Angaben vor dem jeweiligen Ladevorgang beim Betreiber überprüft werden.
Mit dem Elektroauto auf Gran Canaria: Das sollten Sie wissen
Wer auf Gran Canaria mit einem Elektroauto unterwegs ist, sollte vor dem Anfahren einer Ladestation einige Dinge beachten. Denn nicht jede Säule funktioniert gleich, und auch die Zugangsmöglichkeiten unterscheiden sich teilweise erheblich. Besonders bei längeren Fahrten durch das Inselinnere lohnt sich eine kurze Planung.
AC oder DC: Welche Ladestation ist die richtige?
Bei der Suche nach einer passenden Ladestation spielt zunächst die Ladeleistung eine Rolle. AC-Ladestationen (Wechselstrom) sind häufig an Einkaufszentren, Hotels und öffentlichen Parkplätzen zu finden. Sie eignen sich vor allem dann, wenn das Fahrzeug ohnehin für längere Zeit abgestellt wird. DC-Ladestationen (Gleichstrom) ermöglichen dagegen deutlich höhere Ladeleistungen und sind deshalb besonders für kürzere Zwischenstopps interessant.
Auch der Anschluss muss zum Fahrzeug passen. In Europa ist Typ 2 der verbreitete Standard für das AC-Laden. Für das DC-Schnellladen kommt überwiegend CCS (Combo 2) zum Einsatz. Die tatsächlich erreichbare Ladegeschwindigkeit hängt allerdings nicht nur von der Leistung der Säule ab, sondern auch davon, welche Ladeleistung das eigene Fahrzeug unterstützt und wie voll beziehungsweise temperiert die Batterie ist.
Bezahlung und Zugang: Nicht jede Ladestation ist öffentlich
Die Bezahlung funktioniert je nach Betreiber unterschiedlich. Einige Anbieter setzen auf eigene Smartphone-Apps, andere ermöglichen die Nutzung über Ladekarten, QR-Codes oder Kartenzahlung. Vor dem ersten Ladevorgang empfiehlt es sich daher, die Bedingungen des jeweiligen Betreibers zu prüfen. Auch die Preise können sich deutlich unterscheiden. Neben dem Preis pro Kilowattstunde können beispielsweise zeitabhängige Gebühren oder zusätzliche Parkkosten anfallen.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Ladestationen auf den Parkplätzen von Supermärkten, Einkaufszentren und Hotels. Manche Einrichtungen erlauben das Laden ausschließlich während der Geschäftszeiten oder nur für Kunden. Andere Anlagen befinden sich auf privaten Grundstücken und sind nicht für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich. Ein auf der Karte eingezeichneter Standort bedeutet deshalb nicht automatisch, dass dort jeder sein Fahrzeug laden darf.
Für das öffentliche Ladenetz des Cabildo de Gran Canaria wird seit April 2026 eine neue App verwendet. Nutzer der früheren Anwendung müssen die aktuelle Version herunterladen und sich erneut registrieren. Informationen zur Nutzung, zu den Tarifen und zu den Standorten bietet der Consejo Insular de la Energía.
Mit dem E-Auto durch die Berge von Gran Canaria
Gran Canaria ist landschaftlich abwechslungsreich, stellt Autofahrer aber auch vor besondere Herausforderungen. Während die Strecken entlang der Küste häufig vergleichsweise flach verlaufen, führen viele Straßen ins Inselinnere über längere und teilweise steile Anstiege. Das kann den Energieverbrauch deutlich erhöhen. Bei Bergabfahrten gewinnt das Fahrzeug durch Rekuperation einen Teil der Energie zurück. Darauf sollte man sich bei der Reichweitenplanung jedoch nicht verlassen.
Wer beispielsweise von Maspalomas über Fataga nach San Bartolomé de Tirajana oder weiter in Richtung Tejeda fährt, sollte den Akkustand und mögliche Lademöglichkeiten vorab berücksichtigen. Es ist sinnvoll, nicht erst bei niedrigem Ladezustand nach einer passenden Station zu suchen. Eine ausreichende Reichweitenreserve bietet zusätzliche Sicherheit, insbesondere wenn eine eingeplante Ladestation belegt oder vorübergehend außer Betrieb ist.
Wie aktuell ist die Ladekarte?
Unsere interaktive Karte soll die Orientierung erleichtern und wird bei neuen Informationen beziehungsweise gemeldeten Änderungen ergänzt. Sie ist jedoch keine Live-Auskunft über die tatsächliche Verfügbarkeit einer Ladestation. Ob ein Ladepunkt frei, defekt oder momentan außer Betrieb ist, sollte deshalb vor der Anfahrt über den jeweiligen Betreiber geprüft werden.
Fehlt eine Ladestation in unserer Übersicht oder ist ein eingetragener Standort nicht mehr vorhanden? Dann freuen wir uns über einen Hinweis. Am besten schicken Sie uns ein Foto des Ladepunkts oder einen Link zur offiziellen Betreiberseite. So können wir die Übersicht Schritt für Schritt vervollständigen.
Sollten Sie der Meinung sein, eine Station existiert nicht (nicht mehr) oder es fehlt eine Station, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Als Nachweis der neuen Station müssten Sie dann jedoch ein Bild beifügen oder einen Link zur Betreiberwebseite!
Wir hoffen, Sie finden mit dieser interaktiven Landkarte immer eine passende Ladesäule für Ihr Fahrzeug. 😉
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