Privaten Ferienunterkünften geht es an den Kragen

Bild Info: Die FEHT steht vollkommen hinter dem neuen Aktionsplan. Bild: Logo Verband

Gran Canaria – Die privaten Ferienvermieter bekommen in der Zukunft wohl schneller Probleme als bisher. So stellen sich dies zumindest die Vertreter der Hotelindustrie und das Tourismusministerium vor. Es wurde am Donnerstag den 20.12. einstimmig, bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der Tourismusvereinigung AEAT, ein Aktionsplan einstimmig beschlossen. Es handelt sich bei dem Aktionsplan um den „Kampf gegen illegale Angebote“, welcher in §enger Zusammenarbeit“ mit dem Tourismusministerium umgesetzt werden soll, so der Präsident des Verbandes FEHT (Föderation von Hotel und Tourismus), Fernando Fraile.

Der Präsident des Verbandes AEAT, Tom Smulders hat zudem darauf hingewiesen, dass in den letzten Jahren die Zahl der illegalen Betten in San Bartolomé und Mogán drastisch angestiegen ist. Gefördert wird dieser betrug durch diverse Internetportale, die sich auf private Ferienvermieter spezialisiert haben. Illegal sind demnach alle touristischen Angebote, die nicht vom Patronato de Turismo de Gran Canaria zugelassen und lizenziert wurden. Das sind mindestens 51% der Einzelvermietungen.

Es kann allerdings nicht genau abgeschätzt werden, wie hoch die Anzahl an illegalen Betten auf der Insel wirklich ist. Insgesamt werden 444 Betriebe mit 72.256 betten angeboten. Eine Schätzung geht davon aus, dass etwa 15.800 Betten davon illegal vermietet werden. Von diesen Betrieben befinden sich 296 in San Bartolomé, 131 in Mogán, 17 in Las Palmas und einer in Agaete.

Die betroffenen Wohnanlagen haben signalisiert, dass man mit dem FEHT zusammenarbeiten möchte, um diese illegale Vermietung „auszurotten“. Sobald Hinweise oder ein Verdacht vorliegt, soll gehandelt werden. Tom Smulders hat ebenfalls unterstrichen, dass dieses illegale Angebot Arbeitsplätze vernichtet und Schwarzarbeit fördert. Ebenfalls stellt er die naheliegende Behauptung auf, dass die Vermieter hier Geld an der Steuer vorbei schleusen und somit ebenfalls negative Folgen für die Region erzeugen.

Wie der Aktionsplan ganz genau aussieht und wie dieser letztendlich umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Sicherlich kann man jedoch davon ausgehen, dass die private Ferienvermietung in der Zukunft nicht mehr so „locker“ betrieben werden kann wie bisher. – TF

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