Greenpeace: Natürliche Küsten werden auf den Kanaren immer weniger

Bild Info: Von den Villas Santa Ana aus, kann man gut sehen, was Greenpeace meint, die Entfernung zum Wasser beträgt in der Regel weniger als 500 Meter (vom letzten von Menschen angelegten Punkt, hier die Promenade am Strand). Bild: Infos-GranCanaria.com / TF

Kanarische Inseln – Greenpeace hat eine neue Studie veröffentlicht, in der die Kanarischen Inseln nicht wirklich gut davonkommen. Demnach sind die Kanarischen Inseln auf Platz zwei, was die Zerstörung der Küstenlinien in Spanien betrifft, lediglich Andalusien liegt da unangefochten auf Platz eins. Nach Gemeinden betrachtet, gehört San Bartolomé de Tirajana, also Maspalomas und Playa del Inglés, zu den am schlimmsten betroffenen Gebieten in Spanien.

Die Umweltorganisation betonte, dass dieser Bericht alle Küstengebiete betrachtet und es eine Schutzzone von 500 Metern zum Meer geben sollte, denn man erwartet durch den Klimawandel allein einen Verlust von 70 Metern an Stränden, von heute an gesehen.

San Bartolomé kommt genau deswegen auch so schlecht davon, weil man selbst ausgibt, dass 46% der Küstenlinie unter Schutz stehen, dies sei jedoch nicht ansatzweise korrekt, so Greenpeace, weil die Bebauung zu nach am Meer ist.

Die vier schlechtesten Gemeinden, was den Küstenschutz betrifft, auf den Kanarischen Inseln sind: Mogan, Puerto del Rosario, San Bartolomé und Telde.

San Bartolomé ist einer der wichtigsten Touristenorte in ganz Spanien, was die Studie ebenfalls bestätigt. Dies liege aber auch genau an dem Faktor, dass man die Küste so zugebaut hat. Etwa 21,1% der Küste in der Gemeinde Las Palmas entsprechen nicht den Werten, die Greenpeace als gut bezeichnet. In der Gemeinde Teneriffa sind es „nur“ 14%. Dafür findet man aber auf Teneriffa eine Gemeinde, die es geschafft hat, seit dem Jahr 2008 einen Wert von 100% zu erreichen, und zwar Arafo, hier gibt es keinerlei Natürlichkeit mehr, so Greenpeace. – CK

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