Dertour

Platz 3 für Flughafen von Gran Canaria – Keine Priorität für neue Landebahn

Bild Info: AENA hat mit der Stoppung der zusätzlichen Landebahn überrascht und den Zorn der Anwohner auf sich gezogen. Bild: Logo Aena

Gran Canaria – Zwei Meldungen zum Flughafen Gando auf Gran Canaria stehen in einem Unterschied zueinander der schwer nachvollziehbar ist. Zum einen meldet das Tourismusministerium den Aufstieg des Flughafens auf Platz drei der wichtigsten Airports in ganz Spanien und zum anderen hat die Betreibergesellschaft AENA mitgeteilt, dass der Ausbau mit einer weiteren Landebahn keine Priorität hat.

Aber der Reihe nach:
Das Tourismusministerium ist stolz gewesen, als man mitteilen konnte, dass der Flughafen Gando im vergangenen Jahr auf Platz drei der wichtigsten Flughäfen Spaniens aufgestiegen ist. Mit 9,8 Millionen Passagieren im Jahr 2012 legt man nur noch hinter Madrid und Barcelona. Alleine im Dezember wurden über 900.000 Passagiere abgefertigt, was den Airport dann an Palme de Mallorca und Málaga vorbei brachte. Ähnliche Zahlen wurden im Jahr 2004 bereits erreicht seither gab es einen leichten Rückgang. Besonders die angestiegene Menge der starken Euroländer wie Dänemark, Schweden, Norwegen und Holland sorgte für diese Zahlen. Die Fluggesellschaften der nordeuropäischen Länder, SAS, Norwegian, Corderon, Jet2 und Transavia haben die Frequenzen erhöht.

Hingegen steht die Aussage des Flughafenbetreibers AENA in völligem Gegenteil zu den Zahlen, man hat die Pläne zum Ausbau mit einer weiteren Landebahn vorerst auf Eis gelegt, da diese keine Priorität haben, denn anhand der Passagierzahlen und Flugdaten könne man sehen, dass dies zurzeit nicht erforderlich sei. Die vor einigen Wochen eingereichte Vereinbarung bei der kanarischen Regierung würde daher auf Eis gelegt. In der Vereinbarung wurden auch die Umsiedlungspläne der betroffenen Anwohner geregelt. Mehr als 208 Millionen Euro stehen in dieser Vereinbarung als Investitionssumme.

Die Anwohner sind sauer, denn 12 Jahre hatte man für die rechte gekämpft entschädigt zu werden, für die gezwungene Umsiedlung. Die Meisten sprechen über diese Kehrtwende negativ, es ist ein „Witz“ und man lässt uns „machtlos in der Schwebe“. – TF

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