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Playa La Laja: Sechs Verhaftungen wegen Menschenhandel

Bild Info: Diese Rettungswesten haben die Polizei zum Ermitteln bewegt. Bild: Polizei

Las Palmas – Die Umstände, wie das Flüchtlingsboot am 8. April an den Playa La Laja gekommen ist, sind geklärt. Es wurden sechs Personen eines portugiesischen Schleppers verhaftet, darunter auch der Kapitän. Aufgrund des Verdachtes auf Menschenhandel, die Crew des Schleppers soll 1.500 € von jedem Flüchtling kassiert haben, um diese dann in den Gewässern vor Gran Canaria abzusetzen.

Die 6 Flüchtlinge, die mit dem Boot angekommen sind, kommen aus dem Senegal, die Polizei begann die Ermittlungen, weil die bei dem Beiboot auch Rettungswesten mit der Aufschrift „Acery Orion“ gefunden haben.

Bei der Befragung der Flüchtlinge kam dann heraus, dass diese auf dem Schlepper mit dem Namen WARLOCK bis etwa 500 Meter vor die Küste von Gran Canaria gebracht wurden, dafür haben Sie 1.500 € bezahlt. Dort ankerte der Schlepper dann und ließ die Flüchtlinge mit einem Beiboot ins Wasser.

Aufgrund dieser Aussagen wurde der Schlepper dann in den Hafen von Las Palmas gebracht und untersucht. Dabei wurden Reste von Nahrung und Kleidung gefunden, so wie es die Flüchtlinge beschrieben haben.

Die Besetzung wurde verhaftet. Der Kapitän, der aus Estland stammt, wurde vom Haftrichter in Untersuchungshaft genommen, die anderen Besatzungsmitglieder wurden gegen Kaution und Abgabe der Pässe freigelassen.

Unterdessen wurden die Flüchtlinge in das Zentrum für Ausländerin ins Seco Tal gebracht. Hier warten diese nun auf den Rückflug in den Senegal. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Boot mit 6 Flüchtlingen am Playa La Laja angekommen, vom 08.04.2013

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