Demonstration gegen All-Inklusive zum internationalen Tourismusforum

Bild Info: Die Demonstrationen finden an den beiden Tagen des internationalen Tourismusforums statt. Teilnehmen und unterstützen! Bild: Veranstalter

Gran Canaria – Der Widerstand gegen All-Inklusive-Reisen formiert sich für den 11. und 12. Dezember, dass sind die Tage des internationalen Tourismus Forums im Messegelände Expomeloneras in Maspalomas. Der Verband für Freizeit, Dienstleistung und Restaurants (FECAO) und die Plattform ÚNETE verurteilen diese Art des Tourismus scharf, denn er habe in den letzten drei Jahren rund 35.000 Arbeitsplätze auf den Kanarischen Inseln zerstört.

Unter dem Motto „Tourismus sind wir alle“ und nicht nur wenige, will man vor den Toren des Messegeländes an den zwei Tagen des Forums demonstrieren. Die beiden Organisationen rufen dazu auf, sich an den Demos zu beteiligen, damit man auch wahrgenommen werden kann.

Der All-Inklusive-Urlaub untergräbt alle anderen Sektoren und reduziert die Serviceleistungen drastisch, so dass sogar für die Übernachtungsbetriebe gut 40% weniger an Umsatz in den Kassen bleibt, der Rest wandert in die Taschen der großen Veranstalter.

Für FECAO und die Gewerkschaft UGT ist ein klar, wenn Hoteliers dieses System annehmen können sie Mitarbeiter reduzieren (Selbstbedienungs-System) und auch die Verwendung von minderwertigen Produkten rechtfertigen. Einige Hoteliers scheinen sogar daran zu denken, dass man mit diesem Preismodell keinen Cent in die Anlagen investieren muss, denn es muss ja billig sein. Dabei wäre ei wesentlich höherer Preis zu erreichen, wenn die Hotels „nur“ Vollpension anbieten würden, denn dafür zahlen die Reiseveranstalter mehr als für All-Inklusive.

Besonders in der Zone El Veril und San Agustin ist es deutlich spürbar, denn gut 40% Umsatzrückgang in Bars, Restaurants Cafés, Shops und sogar bei Taxis kann hier nachgewiesen werden. Eine logische Folge vom All-Inklusive-Urlaub, denn die Gäste bleiben Tag und Nacht in den Anlagen.

Das die Anlagen kaum etwas investieren können sollte bei einem Blick auf die Kosten für den Urlauber deutlich werden. Wenn man ein gutes Angebot bekommt zahlt man für eine Woche All-Inklusive gerade einmal 275 Euro, inklusive Flug (pro Person). Damit kann weder Qualität noch Service gewährleistet werden, dann allein der Flug kann mit gut 150-200 Euro verbucht werden.

Die Organisatoren und die Gewerkschaft gehen davon aus, dass der umliegende Dienstleistungssektor langsam aber sicher aussterben wird, wenn sich an den aktuellen Trends nichts ändert. Daher bitte alle darum, nehmt an der Demonstration teil! – TF

Weitere Links zum Thema:
Facebookseite der Bewegung STOP All-Inklusive Gran Canaria

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