Mogán und San Bartolomé de Tirajana bezichtigen Antonio Morals der Lüge zum Thema Pumpkraftwerk

Bild Info: Lügt Antonio Morales, wenn er sagt der Bau des Pumpkraftwerks zwischen Chira und Soria soll in diesem Jahr beginnen? Bild: La Provincia

Gran Canaria – Sowohl die Gemeinde Mogán als auch die Gemeinde San Bartolomé de Tirajana haben den Inselpräsidenten von Gran Canaria, Antonio Morales von der NC kritisiert und diesen als Lügner bezeichnet. In einer gemeinsamen Erklärung der Gemeinden heißt es: „Antonio Morales hat in der letzten Woche während der Debatte über den Inselstatus beim Thema Pumpkraftwerk zwischen den Stauseen Chira und Soria gelogen, als er sagte die Aufträge zum Bau werden in diesem Jahr 2019 vergeben“. Die Gemeinde fügten hinzu, dass aufgrund der „öffentlichen Ausschreibungen des Projektes und der Fertigstellung des Verwaltungsprozesses dies nicht vor 2020 möglich sein wird“.

Seit 2016 hat Antonio Morales immer wieder angekündigt, dass die Bauarbeiten an dem Pumpkraftwerk schnellstmöglich beginnen sollen und auch immer wieder nannte er diverse Daten dazu. Red Electrica de España (REE) ist für das Projekt verantwortlich, „nicht das Cabildo de Gran Canaria, wie Morales immer wieder betone“, heißt es weiter.

Laut REE sollen die Arbeiten nicht vor dem Beginn des Jahres 2020 starten und „nicht in der ersten Hälfte 2019, wie vom Inselpräsidenten vor versammeltem Inselrat bekräftigt“. Vor wenigen tagen bestätigte der Minister für Wirtschaft, Industrie, Handel und Wissenschaft der Kanarischen Inseln, Pedro Ortega, dass „die Ziele erfüllt“ sind.

Derzeit steht das Projekt der Öffentlichkeit zur Verfügung, im Museum Elder kann man sich dieses genauer ansehen. Wenn diese Veröffentlichung abgeschlossen ist, folgt eine weitere in der Ansprüche gegen das Projekt geltend gemacht werden können. Diese müssen anschließend in der Akte vermerkt werden und ggf. auch darauf reagiert werden. Sobald auch dieses Verfahren abgeschlossen ist, muss das Projekt noch durch den Genehmigungsprozess mit der Umweltverträglichkeitsstudie, alleine dies führt dazu, das man frühesten im Jahr 2020 die Aufträge vergeben kann. So sagen es zumindest die beiden Gemeinden im Süden von Gran Canaria.

Ein Ähnliches Vorgehen gab es von Morales bereits 2016 und, damals kündigte er den Baubeginn für Mitte 2017 an, dann nun im Jahr 2018 wieder, wo er den Baubeginn für das Jahr 2019 ankündigte. Das Pumpkraftwerk wird auf drei Gemeindegebiete verteilt entstehen, eben Mogán, San Bartolomé de Tirajana und Tejeda. Vonseiten der letzten Gemeinde gibt es kein Statement zu den Äußerungen von Antonio Morales. – TF

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