Wasser für die Landwirtschaft aus Nebelfeldern!?

Bild Info: Nebel gibt es in den Bergregionen der Kanaren recht häufig, warum also nicht nutzen? Bild: Archiv

Kanarische Inseln – Ein neuer Schritt in der Landwirtschaft soll Wasserknappheit auf den Kanaren reduzieren. Die Gewinnung von Wasser aus Nebelfeldern. Im Jahr 2012 gab es bereits ein Pilotprojekt, welches sich mit diesem Thema befasste, nun hat das Landschaftsministerium eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das Hauptaugenmerk soll demnach beim traditionellen Anbau von Kartoffel liegen.

Das Projekt zur Gewinnung von Trinkwasser aus den Nebelfeldern führte bisher nicht zum gewünschten Erfolg, denn der Aufwand dafür ist einfach enorm. Nun ist es bei Wasser zur Bewässerung jedoch so, dass es hier nicht ganz so hohe Qualitätsanforderungen gibt, wie bei Trinkwasser, daher wird bisher auch entsalztes Meerwasser sehr häufig verwendet. Wasser aus Nebelfeldern würde aber auch hier nochmals zu einem Qualitätssprung führen.

Problematisch wird es für die Projektbearbeiter trotzdem, denn 2 Liter Wasser benötigen ein Nebelfeld der Größe eines olympischen Schwimmbeckens. Gemäß FINA-Bestimmungen ist ein olympisches Schwimmbecken 50 m lang, 25 m breit und 2 m tief, fasst also 2,5 Millionen Liter Wasser und bietet Platz für zehn 2,5 m breite Bahnen, von denen jedoch nur auf acht geschwommen wird.

Sollte das Projekt erfolgreich sein, hofft man darauf diese Technik auch in wasserärmeren Regionen auf der Welt einsetzten zu können. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Gran Canaria: Neue Trinkwassergewinnung aus Nebel, vom 09.09.2012

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