Risiko eines Treibstoffaustritts beim gesunkenen Trawler wohl kalkulierbar

Bild Info: Der russische Trawler sank nach einem Brand etwa 24 Kilometer südöstlich von Maspalomas. Bild: Screenshot Television Canaria

Gran Canaria – Nach dem Untergang des russischen Trawlers „Oleg Naydenov“ etwa 24 Kilometer südöstlich von Maspalomas wurde von den Behörden die erste (von vier) Warnstufe für Umweltkatastrophen ausgerufen. Grund dafür ist die Befürchtung, dass der Treibstoff des Trawlers, den er erst kurz zuvor aufgenommen hat, austreten könnte. Es handelt sich um 1.409 Tonnen, die in den Tanks des Trawlers lagern.

Umweltschützer sind besorgt, dass durch den Brand und das anschließende sinken des Schiffes eine Beschädigung an den Tanks zu einem Austritt führen könnte. Die Hafenmeisterei in Las Palmas muss sich derzeit massiver Kritik entgegenstellen. Denn diese ist schließlich dafür verantwortlich, dass der Trawler aufs offene Meer gezogen wurde. Im Hafenbecken der Stadt hätte man besser handeln können. Zudem ist eines der größten Touristengebiete der Inseln nun gefährdet, sollte tatsächlich ein Tankbruch entstehen.

Aus diesem Grund wurden auch entsprechende Bergungsschiffe in das Gebiet entsendet und eine 4-Seemeilen umfassende Schutzzone um das Wrack eingerichtet. Der Bereich wird genau beobachtet und man könnte ggf. in den nächsten Tagen versuchen den Treibstoff zu bergen.

Man kann also nur hoffen, dass alle gutgehen wird, die Behörden sprechen jedenfalls so darüber, dass im Ernstfall keine Gefahr drohe, denn schließlich ist an der Stelle des Untergangs die Strömung so, dass diese von der Insel wegführt, was es auch nicht besser macht. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Russischer Trawler ca. 24 Kilometer südöstlich von Maspalomas gesunken, vom 15.04.2015

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