Spanische Banco Madrid ist pleite – 3.500 Canarios betroffen

Bild Info: Ob von den Sparern noch jemand mehr als 100.000 Euro zurückbekommt ist derzeit unklar. Bild: Screenshot Television Canaria

Kanarische Inseln – Eine spanische Bank, die Banco Madrid, ist Pleite. Dies betrifft auch 3.500 Menschen auf den Kanarischen Inseln. Doch was ist passiert? Ein Geldwäsche-Skandal im Steuerparadies Andorra ist der Auslöser. Die beschuldigten andorranischen Bank BPA ist der Mutterkonzern der Banco Madrid, welche nun Insolvenz anmeldete. Das gab die spanische Notenbank bekannt, die zuletzt die Kontrolle über die Banco Madrid übernommen hatte.

Kunden des auf Wohlhabende spezialisierten Instituts hätten massenhaft Gelder abgezogen. Hintergrund sind die Vorwürfe gegen den Mutterkonzern Institut Banca Privada D`Andorra (BPA). Nach Darstellung von US-Behörden hat das Geldhaus kriminellen Organisationen in Russland und China dabei geholfen, ihre Gewinne reinzuwaschen.

Die Staatsanwaltschaft in Spanien untersuche nun, ob die Banco Madrid an der Geldwäsche beteiligt war, hieß es aus Madrider Justizkreisen.

Auf den Kanarischen Inseln gibt es einen Großkunden der stark getroffen wird, der indische Geschäftsmann Ram Bhavnana besitzt 24 Millionen Euro bei der Bank (Teneriffa). Allerdings sind über den spanischen Einlagen-Fond nur Summen bis 100.000 Euro gesichert. Binnen 14 Tagen soll feststehen wie das Bankaus abgewickelt wird, dann wird auch feststehen, wie viel Geld jeder Sparer noch zurückbekommen kann. – TF

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