42 Jahre Haft wegen Kinderpornografie und Einschüchterung von 16 Minderjährigen

Bild Info: Die Justiz in Spanien schlägt wesentlich härter zu als in Deutschland. Bild: Marie-Lan Nguyen (Wikipedia)

Las Palmas – Das Landgericht von Las Palmas hat einen 25-Jährigen Anwohner aus Santa Lucia de Tirajana (Gran Canaria) zu einer Haftstrafe von 42 Jahren und 2 Monaten verurteilt weil er für das Verbrechen zur Verbreitung von Kinderpornografie, sexueller übergriffe an Kindern und Einschüchterung/Erpressung der Kinder für schuldig empfunden wurde. Insgesamt sind 16 Minderjährige von ihm belästigt worden zumindest die die man nachweisen konnte.

Begonnen hatte der Fall im Jahr 2012 als eine Mutter bei der Polizei eine Anzeige erstattet hatte weil ihr jüngster Sohn erpresst wurde. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Die Polizei stellte fest das ein Fremder über soziale Netzwerke Kontakt zu dem Jungen aufgenommen hatte und sich mit diesem angefreundet hatte. Nach einer Weile wurde Bilder sexueller Natur als Druckmittel verwendet um eine Annäherung an den Jungen zu erpressen. Der Täter drohte mit der Verbreitung der Bilder in sozialen Netzwerken.

Durch Computerspezialisten wurden dann die IP Adressen des Täters ermittelt, daraus ergab sich das der 25-Jährige als mutmaßlicher Täter entdeckt wurde, er war zudem wegen ähnlicher Delikte in der Vergangenheit aufgefallen. Nachdem die Wohnung des Täters und dessen PC untersucht wurde, stand fest das er der Täter war und zudem dieses Vorgehen (Vertrauen von Kindern erschleichen um sexuelle Vorteile zu erhalten) bei insgesamt 16 Minderjährigen durchgeführt hatte.

Zu der Haftstrafe wurde er zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 3.000 Euro an das Hauptopfer verurteilt. Zudem darf er sich nicht auf unter 500 Meter an den Jungen annähern sobald er aus der Haft entlassen ist, dies gilt dann für weitere sechs Jahre. Davon abgesehen ist der Junge bei Haftentlassung selbst in einem Alter von Mitte 60 und der Täter fast 70 sofern er das Alter erreicht. – TF

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