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Neues Seilbahnprojekt in Las Palmas soll den Hafen mit der Isleta verbinden

Bild Info: Das Projekt ist schon weit fortgeschritten und wurde nun vom Bürgermeister und Präsidenten der Hafenbehörde vorgestellt. Bild: Screenshot Canariasenhora

Las Palmas – Alle Jahre wieder taucht ein Seilbahnprojekt auf, welches auf Gran Canaria realisiert werden könnte. Diesmal ist es eine Seilbahn die den Hafen von Las Palmas mit dem Gipfel der Isleta (El Vigia) verbinden soll. Vorgestellt wurde das Projekt vom amtierenden Bürgermeister Augusto Hidalgo und dem Präsidenten der Hafenbehörde Luis Ibarra. Nach Angaben des Bürgermeisters befindet sich das Projekt nicht mehr in „embryonaler Stufe“, sondern ist schon weiter fortgeschritten. Luis Ibarra bestätigte das dieses Projekt seit dem 23. Mai im Register der Hafenbehörde eingetragen ist.

Die derzeitige Planung sieht eine Basisstation auf einem 704 Quadratmeter Grundstück neben dem CC El Muelle vor, dort befindet sich derzeit ein Parkplatz. Eine Bergstation in der nicht mehr genutzten Militäranlage ist ebenfalls geplant. Rund um den Gipfel soll ein Park entstehen der auf die Natur zugeschnitten ist.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Einkabel-Gondelbahn mit 18 Fahrzeugen auf einer Strecke von 2.261 Metern. Die Fahrtzeit soll 6 Minuten und 20 Sekunden betragen, insgesamt 30 direkte Arbeitsplätze würden geschaffen werden. Die geplanten Baukosten belaufen sich auf 10,5 Millionen Euro.

Allerdings gibt es einen Haken bei dem Plan, das Gebiet auf der Isleta befindet sich unter Militärverwaltung und untersteht damit dem Verteidigungsministerium von Spanien. Dies macht bisher keine Anstalten das Gebiet für solche Zwecke freizugeben. Ein weiteres Problem sind Umweltauflagen des kanarischen Umweltministeriums, wobei diese wohl leichter umgesetzt werden könnten. Das Verteidigungsministerium ist das schon schwerer zu überzeugen.

Eine neue Touristenattraktion für Las Palmas würde diese Seilbahn sicherlich, ob es jemals dazu kommen wird ist allerdings unklar. Bisherige Projekte dieser Art wurden immer wieder abgebrochen, da es zu viele Hürden gegeben hatte. Bleibt nun also nur abwarten, wie es sich bei diesem Projekt entwickelt. – TF

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