Telde – In einer schockierenden gemeinsamen Ermittlung haben die spanische Nationalpolizei und die Guardia Civil einen Fall von extremer Tierquälerei auf Gran Canaria aufgedeckt. Ein Einwohner der Gemeinde Telde steht nun im Zentrum eines Strafverfahrens, das nicht nur den grausamen Tod mehrerer Hunde beleuchtet, sondern auch tiefgreifende Fragen zur häuslichen Gewalt aufwirft.
Der Auslöser: Häusliche Gewalt führt zu Entdeckungen
Alles begann am 15. Januar 2026. Was ursprünglich als Anzeige wegen häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt begann, entwickelte sich schnell zu einem umfangreichen Kriminalfall. Die Ehefrau des Tatverdächtigen suchte Hilfe bei der Nationalpolizei und wandte sich an die Familien- und Frauenschutzabteilung (UFAM) in Telde. Während ihrer Zeugenaussage schilderte sie nicht nur ihre eigene Leidensgeschichte, sondern berichtete auch von der massiven Gewalt, die der Mann gegenüber den Tieren im gemeinsamen Haushalt ausgeübt hatte.
Diese Schilderungen lösten bei den Behörden sofort Alarmbereitschaft aus. Es entstand der begründete Verdacht, dass das gewalttätige Verhalten des Mannes eine neue, grausame Qualität erreicht hatte.
Seprona ermittelt: Vier Hunde grausam getötet
Aufgrund des Informationsaustausches zwischen der Nationalpolizei und der auf Umweltschutz spezialisierten Einheit der Guardia Civil, der Seprona, wurden umgehend weitere Ermittlungen eingeleitet. Die Spezialisten des Naturschutzdienstes übernahmen die Untersuchung der Vorwürfe bezüglich der Tiere.
Was die Ermittler vor Ort fanden, ist kaum zu begreifen: Die Beweise deuteten darauf hin, dass der Mann mindestens vier Hunde vorsätzlich getötet hatte. Die Vorgehensweise des Beschuldigten war dabei nach derzeitigem Ermittlungsstand besonders brutal: Er soll die Tiere mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen haben. Um seine Taten vor der Öffentlichkeit und den Behörden zu verbergen, vergrub er die Kadaver der Hunde anschließend auf einem direkt an das Wohnhaus angrenzenden Grundstück.
Zusammenarbeit der Behörden gegen Gewalt
Dieser Fall unterstreicht die Wichtigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit spanischer Sicherheitskräfte. Dass die UFAM (Abteilung für Familien- und Frauenschutz) eng mit der Guardia Civil zusammenarbeitet, ermöglicht es, Täter nicht nur bei einer Art von Verbrechen zu überführen, sondern ein gesamtes Muster der Gewalt – sei es gegenüber Menschen oder Tieren – offenzulegen.
Der Beschuldigte wurde nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen der zuständigen Justizbehörde in Telde vorgeführt. Dort muss er sich nun wegen des Verdachts auf fortgesetzte Tierquälerei sowie wegen Vorfällen im Rahmen der häuslichen Gewalt verantworten. Die Justiz wird nun über das weitere Strafmaß entscheiden, das in Spanien bei Tierquälerei in den letzten Jahren deutlich verschärft wurde.
Tierquälerei und häusliche Gewalt: Eine oft verborgene Verbindung
Experten weisen immer wieder darauf hin, dass Gewalt gegenüber Tieren oft ein Indikator für weitere Gewaltverhältnisse im häuslichen Umfeld ist. Der aktuelle Fall in Telde ist ein dramatisches Beispiel dafür, wie wichtig es ist, Anzeichen von Aggression ernst zu nehmen. Nicht selten dienen Tiere als Druckmittel oder Ventil für Aggressionen in toxischen Beziehungen. Die prompte Reaktion der Behörden auf Gran Canaria hat hier Schlimmeres verhindert und sorgt dafür, dass dieser Täter zur Rechenschaft gezogen wird.
Für die Bewohner von Telde und ganz Gran Canaria bleibt dieser Vorfall eine bittere Erinnerung daran, dass Zivilcourage und die Meldung von Verdachtsfällen – sei es durch Betroffene oder durch Beobachter – Leben retten können. – TF
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