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22,5 Jahre Haft und 150.000€ Entschädigung wegen Mord an Lebensgefährtin auf Gran Canaria

Bild Info: Im Gericht in Las Palmas sahen es die Richter als erwiesen an, dass der Angeklagte den Mord begangen hat. Bild: Screenshot Television Canaria

Las Palmas – In der Audiencia in Las Palmas wurde nun ein Mann zu 22,5 Jahren Haft verurteilt, weil er seine Lebensgefährtin, eine Britin, mit besonderer Grausamkeit getötet hatte. Der verurteilte Angel PR ist derzeit 64 Jahre alt, nach Absitzen der Haftstrafe wäre er also 86 Jahre, sofern er dieses Alter im Gefängnis erreichen würde. Während des Prozesses versuchte er zu behaupten, dass er seine Partnerin Jayne ME niemals töten wollte, sondern nur mit ihr stritt und kämpfte, dabei fiel Jayne und verletzte sich so schwer.

Allerdings sah man es vor Gericht anders, es gäbe genug Beweise dafür, dass dies so nicht geschehen sein kann. Gutachten und Experten kamen zu dem Entschluss, dass der Angeklagte seine Partnerin mehrfach zu Boden geworfen haben muss, wo er dann immer wieder auf sie eingetreten habe, dabei wurde das Brustbein und die Rippen zu beschädigt, dass auch die Bauspeicheldrüse einen massiven Schaden davon getragen habe. Der behandelnde Chirurg sagte aus, „es war das schwerste Trauma eines Organs in meiner ganzen Karriere“.

Erschwerend aus Sicht des Gerichtes wurde gewertet, dass Angel PR den Vorgang wohl immer wieder wiederholt habe, um den größtmöglichen Schmerz hinzuzufügen. Die Frau ist etwa 1 Monat nach der Notoperation im Krankenhaus verstorben und konnte selbst keinerlei Aussagen mehr zum Tathergang abgeben.

Neben der Haftstrafe muss Angel PR noch eine Entschädigungszahlung in Höhe von 150.000 Euro an die Kinder von Jayne ME leisten. Er kann das Urteil allerdings vor dem obersten Gerichtshof der Kanarischen Inseln anfechten. – TF

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