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Brexit Folgen für die Kanaren: Weniger Geld aus den Töpfen der EU wohl sehr wahrscheinlich

Bild Info: Dana Spinant bei einer Posiumsdiskussion mit Fernando Clavijo auf Teneriffa. Bild: Screenshot Television Canaria

Kanarische Inseln – Der Brexit wird für die Kanarischen Inseln deutliche finanzielle Einbußen bedeuten, zumindest was die Geldmittel aus der EU betrifft. Bei einer Podiumsdiskussion auf Teneriffa sprach die Leiterin der Generaldirektion für Regional- und Städtepolitik der EU, Dana Spinant über dieses Thema. Da Großbritannien einer der größten Geldgeber war, sei es erforderlich nach 2020 Geld einzusparen und bei gewissen Ländern auch mehr Geld einzufordern, damit der Haushalt der EU überhaupt noch funktionieren kann.

Für die Kanarischen Inseln bedeutet dies, dass in der Zukunft wohl weniger Geld aus dem Topf der EU einkalkuliert werden kann. An der Diskussion nahm auch der Präsident der Kanarischen Inseln Fernando Clavijo teil.

Die Generaldirektion untersucht derzeit, welche Prioritäten in der Zukunft innerhalb der EU gelten werden, der Brexit wird in jedem Fall eine „Lücke hinterlassen“ die zur Anpassung innerhalb der Kommission führen muss.

Clavijo sagte, dass die „Kanaren sich anstrengen müssen“, um die neuen Ziele der Kanaren anzupassen. Er danke gleichzeitig der EU für die bisherige Unterstützung die Kanarischen Inseln als äußerste Randlage so nah an die EU gebracht zu haben.

Finanziell wird es also nach 2020 für die Kanarischen Inseln wieder etwas enger werden. Wie viel Geld man aus der EU verlieren wird und wie dies ggf. kompensiert werden kann ist heute allerdings noch nicht abzusehen. – TF

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