Erster Staudamm auf Gran Canaria läuft über – GC-605 voll gesperrt – Gefahren noch immer vorhanden

Bild Info: Der Presa de Siberio in La Aldea ist am gestrigen Samstag übergelaufen. Bild: Sreenshot MaspalomasAhora

La Aldea de San Nicolas – Auf Gran Canaria wird der erste vollständig gefüllte größere Stausee vermeldet. Der Presa de Siberio in La Aldea ist am gestrigen Samstag übergelaufen und ist damit zu 100% aufgefüllt. Der Staudamm in der Gemeinde La Aldea hat ein Volumen von 4,8 Millionen Kubikmeter Wasser und ist damit auch gleichzeitig der größte Damm im Barranco de Tasarte. Die weiteren Dämme in diesem Barranco, Parralillo (max, 4,5 Mio Kubikmeter) und La Niña (ca. 2 Mio. Kubikmeter), gelten als noch nicht 100% gefüllt.

In der Gemeinde gab es gestern kein anderes Thema, so viel Wasser haben die Staudämme sehr lange nicht geführt. Das Beste daran ist, es läuft immer noch Wasser aus den Bergen nach, dies bedeutet, dass es durchaus möglich ist, dass man in dem Teil von Gran Canaria bald mit vollen Staudämmen rechnen kann. Schön wäre es, wenn man dann das weitere Wasser in den Süden umleiten könnte anstelle es zu verlieren. Leider wird sich dies nicht so einfach machen lassen.

La Aldea lebt zu 90% von der Landwirtschaft, daher sind gefüllte Stauseen dort besonders wichtig. Dies sichert die Arbeitsplätze und die Einnahmen der Gemeinde. Von dieser Seite betrachtet war das schlechtere Wetter wohl eher ein Lotteriegewinn für La Aldea.

Unterdessen kämpfen die Gemeinden im Süden der Insel noch mit den Nachfolgen des schlechten Wetters. Es gibt immer noch massive Steinschläge, die GC-605 ist in beiden Richtungen gesperrt, damit ist die Zufahrt zum Staudamm Las Niñas nicht möglich. Der Damm ist bisher am höchsten gefüllt. Allerdings wird man ein paar Tage warten müssen, wenn man sich dies in real ansehen möchte.

Die Regierung von Gran Canaria behält, trotzt der Wetterbesserung, die erste Warnstufe bei, damit ist man abgesichert für den Fall von weiteren Erd- und Steinabgängen. Man soll auch sehr vorsichtig sein, wenn man sich auf den Weg in die Berge macht, um die anderen Stauseen zu bewundern, denn derzeit ist die Landschaft rundherum ziemlich aufgeweicht und die Gefahr von Abgängen jeder Art ist weiter sehr hoch. – TF

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