Immer mehr Stauseen gelten als 100% gefüllt – Wasser reicht mind. 3 Jahre!

Bild Info: Der El Mulato in der Gemeinde Mogán hat sich auch bis zum überlaufen gefüllt. Bild: Cabildo de GranCanaria

Gran Canaria – Die Stauseen auf Gran Canaria sammeln noch immer Wasser, letzte Woche wurde der erste vollgelaufene See mit dem Siberio in La Aldea bekannt gegeben. Aktuell sind noch die Stauseen Gambuesa (vor etwa 2 Wochen nur 2% gefüllt), El Mulato und Las Hoyas als voll katalogisiert. Die Stauseen laufen über und das überlaufende Wasser wird in andere Seen umgeleitet, sodass die Befüllung weitergehen kann. Insgesamt wurde bis heute eine Wassermenge von 26 Millionen Kubikmetern eingesammelt, das reicht aus, um die Landwirtschaft der Insel für drei Jahre am Laufen zu halten.

Besonders die kleineren Seen laufen schneller voll aber auch bei den größeren Seen tut sich noch immer etwas. Insgesamt sind in den 50 wichtigsten Talsperren derzeit rund 50% der Gesamtkapazität eingespeichert. Allerdings gibt es auf Gran Canaria noch weitere kleine Seen zwischen 6.000 und 10.000 Kubikmeter, die noch zur Wasserkapazität hinzugerechnet werden müssen. Insgesamt 167 dieser Seen gibt es auf Gran Canaria. Damit ist Gran Canaria der Ort auf dem Planeten wo es die meisten Wasserspeicher auf einer so kleinen Fläche gibt.

Das Consejo Insular de Aguas auf Gran Canaria ist hocherfreut über die derzeitige Entwicklung der Wasserstände. So sind es auch die Landwirte, die Aussichten für die kommenden Jahre sind gut.

Das Staudamm Las Niñas hat seinen Wasserstand auf 3,8 Millionen Kubikmeter erhöht, das entspricht etwa 73% der maximalen Füllmenge. Im Chira befinden sich aktuell rund 2 Millionen Kubikmeter, die Tiefe liegt hier bei 20 Metern und der Füllstand damit bei etwa 34%, er könnte bis zu 5.640.000 Kubikmeter einsammeln. Der größte Stausee auf Gran Canaria, der Soria Damm hat eine Gesamthöhe von 120 Metern und eine Gesamtkapazität von 32,2 Millionen Kubikmeter Wasser. Derzeit hat der See rund 2,2 Millionen Kubikmeter Wasser gesammelt, er galt vor den Regenfällen als ausgetrocknet. Der Wasserstand beträgt hier knapp 17%. Man muss allerdings wissen, dass der See bisher nie seine volle Kapazität erreicht hat, der historische Höchststand wird von Consejo Insular de Aguas mit 15 Millionen Kubikmeter Wasser angegeben.

Der See mit der stärksten Veränderung bei der Optik ist der See Fataga, er ist aus dem Status ausgetrocknet auf nun 231.000 Kubikmeter angewachsen und hat damit das Landschaftsbild massiv verändert so das Consejo Insular de Aguas.

In diesem Jahr werden die Seen auf Gran Canaria wohl wieder ein sehr beliebtes Ausflugsziel sein um mal einen Tag dort zu verbringen, das sollte man auch als Resident und Urlauber einmal in Betracht ziehen. – TF

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