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Tourismusverband AEAT stellt Wünsche und Bedenken für den Wahlkampf vor

Bild Info: Der Vorstand es AEAT im Oktober 2018. Bild: Screenshot MaspalomasAhora

Gran Canaria – Der Vorstand des Verbandes der Unternehmen für touristische Beherbergungsbetriebe (AEAT) hat sich getroffen um seine Ideen und Sorgen vor den anstehenden Wahlen 2019 zu formulieren. Der Präsident der Vereinigung, Tom Smulders kritisierte stark, dass die NC vorgeschlagen hat eine Kurtaxe auf Gran Canaria einführen zu wollen. Ein Thema, das immer wieder auftaucht. Außerdem sei er sehr „sehr besorgt“ über die Entwicklung der illegalen touristischen Vermietung.

Die illegale Vermietung sei ein Resultat „von Anarchie in touristischen Zonen und institutioneller repressiver Toleranz“, dies lehnt der Verband strikt ab. Genau diese „Toleranz“ besorgt den Verband, denn alles ist „unkontrolliert und bleibt ungestraft“. Die Politik nimmt sich dem Thema nicht stark genug an, man will es „aussitzen und abwarten was die Bürger entscheiden“.

Der Verband unterstrich aber auch, dass man nicht gegen legale private Vermietung habe, denn diese generiert Einnahmen auch für den Staat zudem sind auch diese bestimmten gesetzlichen Vorgaben unterworfen, daher sieht sich der Verband auch als Vertreter dieser Gruppe. Lediglich eine Trennung von privater Vermietung und gewerblicher Vermietung sei anstrebenswert, sprich, in einer Ferien-Anlage sollten nicht beide Konzepte verfolgt werden können, so ist es aber in manchen Fällen noch immer.

Durch das Gesetz von 2017, welches derzeit noch umgesetzt wird, hat sich allein in San Bartolomé de Tirajana die Zahl der angemeldeten Ferienvermieter verdoppelt, es sind nun 12.327, die meisten von Ihnen sind „Fälle von illegaler Vermietung“ die zu „unlauterem Wettbewerb führen“, so Smulders. Die politische Autorität unternimmt nichts um es „aufzuhalten oder zu begrenzen“.

Man kritisiert auch den Investitionsstau, besonders an der touristischen Infrastruktur, hier hebt Smulders besonders die alten Einkaufszentren hervor. „Einkaufszentren, die weit von der Qualität, Vielfalt und dem Image, dass Touristen aus Ihren Herkunftsländern kennen, entfernt sind“. Daher fordert der Verband auch hier klare Regulierungen, um eine höhere Qualität zu erlangen.

Noch eine harsche Kritik gibt es bezüglich des Baustaus beim Siam Park Gran Canaria, zugleich ist Smulders aber zuversichtlich, dass das Projekt sicherlich bald endgültig gestartet werden kann.

Es gibt auch positive Entwicklungen laut Smulders, beispielsweise das Ergebnis des AMTC (der Verband der touristischen Gemeinden der Kanaren), die sich darauf verständigt haben sowohl an „Qualität also auch Vielfalt und Nachhaltigkeit“ zu arbeiten. Der digitale Ausbau mit der 5G-Technologie ist ebenso begrüßenswert.

Ein weiterer positiver Aspekt sei das Projekt SOCLIMPACT, dass Hand in Hand ein europäisches Projekt ist, welches in neun Ländern der EU und auf 12 Inseln den Klimawandel und dessen Auswirkungen für den Tourismus analysiert. Besonders langfristig für den Zeitraum zwischen 2050 und 2100 werden hier diverse Auswirkungen studiert und analysiert und mögliche Konsequenzen ermittelt. – TF

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