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CO2-Besteuerung für Flüge wird von den Tourimsuverbänden als “asozial” bezeichnet

Schild für Ankünfte am Flughafen Gran Canaria
Bild Info: Die Zahl der Ankünfte könnte sich drastisch verschlechtern, so die Befürchtung. Bild: Infos-GranCanaria.com

Kanarische Inseln – Der „Trend“ in der EU auf Flüge eine zusätzlich CO-Steuer einzuführen bereitet den Tourismusverbänden auf den Kanarischen Inseln sorgen und man äußert sich mehr als kritisch gegenüber der EU bzw. dessen Mitgliedsstaaten. ASHOTEL, ASOFUER, FTL und FEHT warnen davor, dass die neuen CO2-Abgaben negative Folgen für die Kanarischen Inseln haben könnte, die Inseln seien „absolut vom Luftverkehr abhängig“. Aufgrund der äußersten Randlage der EU gibt es auch keine „alternativen Transportmittel“, so wie dies in den meisten Ländern propagiert wird.

Beispielweise bei Inlandsflügen in Deutschland kann man als „alternative“ auch den Zug nehmen, um auf die Kanaren zu reisen ist dies nicht möglich. Auch wenn man die Überfahrt mit einer Fähre nutzen würde und auf dem Kontinent selbst den Zug, dann wäre man Tage unterwegs um die Kanaren zu erreichen. Alleine aus diesem Grund ist eine Steuer dieser Art nicht ungefährlich für die Kanarischen Inseln.

Der Tourismus macht auf den Kanarischen Inseln 35% des direkten BIP aus, 70% des indirekten BIP und 40% der Arbeitsplätze auf den Kanarischen Inseln sind im Tourismus angesiedelt.

Aufgrund dieser Gefahr für die Wirtschaft der Inseln sagen die Verbände, dass diese Steuer „abschreckend und hinderlich“ für die Entwicklung der Inseln ist. Zudem sei die Haltung der EU-Mitgliedsstaaten gegenüber der Kanaren damit „asozial“, da man die Inseln so dafür bestraft, das Sie am Rande der EU, tausende von Kilometern abseits des Kontinentes liegen. – TF

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