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Der Juli 2019 war warm aber gehörte zu den kühlsten der letzten 100 Jahre auf den Kanarischen Inseln

Bild Info: Das Wetter lud im Juli zu regelmäßigen Strandbesuchen ein, es war angenehm und kaum zu heiß. Bild: Television Canaria

Kanarische Inseln – Der staatliche Wetterdienst AEMET hat die Wetterdaten des vergangenen Julis analysiert und stellte fest, dass der Monat zu den kühlsten Juli-Monaten der letzten 100 Jahre gehörte. Es gab zwar einen signifikanten Anstieg der Temperaturen von Juni auf Juli von 22 auf 24°C im Schnitt aber es gab nicht einen einzigen Tag an denen es anormale Temperaturwerte gegeben hatte. Dies war in den Jahren 2011 bis 2018 eigentlich immer der Fall. Nach 2002, 2014 ist damit der Juli 2019 der kühlste des letzten Jahrhunderts.

Am wärmsten war es zum Ende des Monats mit den Spitzenwerten zwischen dem 24. und 26. Juli, dort wurden in der Wetterstation in San Bartolomé de Tirajana 36,5°C gemessen. Auch in der Station Tasarte auf Teneriffa wurden ähnliche Werte registriert. Im Schnitt war es an den Tagen über 30°C warm. Allerdings war es nicht so warm wie in der Hitzeperiode 2. bis 4. Juni, diese war wärmer.

Im Durchschnitt war der Monat Juli um -0,3°C kühler auf den Kanarischen Inseln als normal, im Bereich Izaña (Teneriffa) war es sogar um -1,9°C kühler als üblich. Die Zahl der als tropisch geltenden Nächte war im Juli ebenfalls unter dem Durchschnitt, zumindest der letzten Zehn Jahre, diese fanden überwiegend in den Küstengebeten statt.

Die Wassertemperatur des Atlantiks stieg, verglichen mit dem Juni 2019, um 0,5°C an. Allerdings wurden auch hier anormale Werte festgestellt, denn im Schnitt lag die Temperatur 0,4°C unter den Werten eines Julis.

Die Menge an Regen, die im Juli auf den Kanaren gemessen wurde, entsprach dem allgemeinen Trend der Trockenheit und war für Juli teilweise sogar etwas „nass“, besonders im Norden von Teneriffa und auf Lanzarote sowie Fuerteventura waren die Niederschläge eher „ungewöhnlich“, insgesamt wurden 1,5 mal mehr Regentage registriert als üblich. Im Allgemeinen liegt das Niederschlagsdefizit auf den Kanarischen Inseln allerdings bei 35% in diesem Jahr.

Am meisten Sonnenschein gab es im übrigen oben am Teide, in der Wetterstation Izaña wurden 420,1 Stunden purer Sonnenschein registriert, das waren gar 10% mehr als erwartet.

Ebenfalls ungewöhnlich die geringe Menge an Calimas, die Staub aus der Sahara mitbringen. Es wurden lediglich zwei kurze Perioden im Juli registriert, damit folgt der Juli dem Vorgängermonat Juni auf dem Fuße.

Das Wetter war im Allgemeinen sehr moderat, wie wir es selbst wahrgenommen haben. Dies werden auch einige Leser bestätigen können. – TF

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