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FEHT: Rückgang im Tourismus könnte Arbeitsplätze vernichten

Bild Info: Der Präsident von FEHT José María Mañaricúa hofft auf den nationalen Markt, befürchtet aber den Wegfall von Arbeitsplätzen im Tourismus. Bild: MaspalomasAhora

Las Palmas – Die bisherigen, recht durchwachsenen, Zahlen aus dem Tourismussektor in diesem Jahr könnten laut José María Mañaricúa, dem Präsidenten von FEHT (Hotelverband Las Palmas) „negative Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten“ haben. Die Belegung zu Ostern sei in diesem Jahr mit etwa 25% weniger zu Buche geschlagen als im Vorjahr, zudem sei die Vorschau für die Monate Mai und Juni auch nicht glänzend, etwa 50% Auslastung steht in den Büchern, so Mañaricúa.

Gegenüber SER sprach der Präsident, darüber dass die Karwoche „Nicht so gut war wie erwartet“, da die Auslastung im Tourismus unter 80% liegt. Die Hauptursachen sieht er darin, dass besonders in Quellenländern wie Deutschland nicht so viel umgesetzt wurde wie üblich, dies ist auch dem guten Wetter in ganz Europa zu verdanken. Hinzu sind die Pleiten von ein paar Fluggesellschaften gekommen, welches die Konnektivität mit Gran Canaria beeinflusst hat. Am stärksten trifft die Insel wohl die Wiedereröffnung der Märkte Ägypten und Türkei sowie Tunesien.

Er betonte, dass einige Unternehmen dies bereits als „Krise bezeichnen, während andere es als einen Rückgang in normale Zeiten, als der Sommer immer als Nebensaison galt, sehen“. Nun sind wir alle wieder „in der Realität angekommen“. Seiner Meinung nach haben die Betreiber „ihre Hausaufgaben gemacht“ indem neue Angebote für Freizeitgestaltung und Qualitätsverbesserungen durchgeführt wurden und werden.

Der Präsident von FEHT hofft nun noch ein wenig auf zusätzliche Buchungen vom spanischen Festland, dies könnte einen „Ausgleich schaffen und wir würden die Monate Juli sowie August besser überstehen“.

Realistisch geworden ist man anscheinend, zumindest vonseiten der Hotelbetreiber. Bei Besitzern von Ferienunterkünften, Bars etc. scheint dies noch nicht angekommen zu sein. Uns werden immer wieder Berichte zugesendet, dass Mietpreise für Gastrobetriebe und Unterkunftsbetriebe nach oben geschraubt werden, obwohl die aktuellen Zahlen eher nach unten zeigen. Hier scheinen die Eigentümer noch nicht verstanden zu haben, dass die „Fetten Jahre“ vorbei zu sein scheinen. – TF

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