Gran Canaria bekommt 2 eigene Filmstudios in Las Palmas inkl. Video

Bild Info: Antonio Morales erklärte das Projekt vor der Presse, es soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Bild: Cabildo de Gran Canaria

Gran Canaria – Die Insel verdient gutes Geld mit der Produktion von Filmen, Serien und anderen Formaten für das tägliche Entertainment. Daher war es nur logisch, dass auch Filmstudios eine Rolle spielen werden. Es werden bis zum Ende des Jahres 2020 wohl zwei Studios neben dem Messegelände in Las Palmas entstehen, die Baukosten werden mit 7 Millionen Euro angegeben, die Ausschreibung läuft bereits. Bis Mitte Februar 2019 ist diese dann abgeschlossen. Nach der Vergabe sollen die Arbeiten zwischen Juni und Juli beginnen und die Bauzeit soll maximal 14 Monate betragen.

Die alles teilte Antonio Morales (NC) bei einer Pressekonferenz mit. Er unterstrich nochmals, dass Gran Canaria an der Spitze des audiovisuellen Sektors auf den Kanaren steht und mit den beiden neuen Filmsets dann diese Position weiter ausbauen wird.

Das Grundstück für die Sets ist etwa 21.000 Quadratmeter groß, darauf sollen zwei Gebäude errichtet werden die neben den Sets auch Räume für Personal, Verwaltung etc. beinhalten. Zudem natürlich alles, was man in einem Filmstudio so braucht, Friseursalon, Kosmetikbereich, Küche, Restaurant, Postproduktionsraum, Konferenzräume etc. Das Gebäude selbst soll eine maximale Höhe von 16 Metern erreichen wären das Studio eine Deckenhöhe von 12 Metern bieten wird. Die beiden Gebäude sollen nahezu identisch aufgebaut sein.

Da das Grundstück groß genug ist, wird auch ein Filmset im Außenbereich entstehen, welcher etwa 4.000 Quadratmeter einnehmen wird. Etwa 6.000 Quadratmeter sind für Wege und Parkflächen vorgesehen.

Der zuständige Architekt Hector Portillo Santana entwarf das Produktionszentrum und sagte, dass die Fassade des Gebäudes „die Essenz des Kinos widerspiegelt“. Damit ist gemeint, dass das Gebäude selbst komplett abgedunkelt und geschlossen ist, die Glasfassade aber beleuchtet werden kann mit „allem“ was möglich ist. Natürlich ist auch eine akustische Isolierung zwingend und vorgesehen, an Filmsets muss es ruhig und dunkel sein. Zudem wird die ganze Anlage mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet, sodass der Energieverbrauch sich nahezu selbst ausgleichen wird.

Mit diesem nächsten Schritt geht das Cabildo de Gran Canaria in der Agenda zur Förderung des audiovisuellen Sektors weiter. Zu Beginn der Regierungszeit wurde dies von Antonio Morales angekündigt, er sollte recht behalten, dieser Sektor ist für die Insel mittlerweile nicht unerheblich, so wird hier doch auch ein beträchtlicher Umsatz generiert, selbst wenn es für die Produktionsfirmen steuerliche Vorteile gibt, wie sonst nirgends auf der Welt. Gran Canaria wird etwa 50 Millionen Euro im Jahr mit den audiovisuellen Medien verdienen, so eine Schätzung.

Im Jahr 2016 kam erstmals die Forderung an die Insel, auch Innenaufnahmemöglichkeiten zu schaffen. Nun kommt das Cabildo diesem „Wunsch der Industrie nach“. Das Projekt hat das Cabildo bisher rund 1,6 Millionen Euro gekostet, der Grundstückspreis lag bei 1,2 Millionen Euro und die Vorbereitungen des Grundstücks kosteten etwa 400.000 Euro. – TF

Video Vorstellung vom Cabildo de Gran Canaria:

Ähnliche Beiträge