Dertour

Quallen-Alarm am Las Canteras, seit Tagen suchen die Tierchen den Strand heim

Bild Info: Die Leuchtquallen sind nicht so giftig, aber eine rote Flagge hängt trotzden. Bild: Archiv

Las Palmas – Wir haben aktuell eine Hitzewelle, diese soll auch am morgigen Sonntag (Stufe GELB für die Südhälfte der Insel) anhalten, seit Tagen können die Menschen in Las Palmas jedoch nicht ins Meer, zumindest nicht am Playa de Las Canteras, der Grund: Quallenalarm, der Strand ist voll mit den kleinen Biestern, es ist der einzige Strand auf Gran Canaria (unserer Kenntnis) der derzeit von den Quallen betroffen ist. Der Verwaltung blieb nichts anderes übrig, als die rote Flagge aufzuhängen, das ist am Las Canteras selten, aber es kommt vor.

Alleine am Donnerstag, den 15. August musste das Rote Kreuz insgesamt 60 Menschen mit Quallenstichen versorgen, natürlich, denn am Feiertag war der Strand besonders voll. Als am Freitag dann innerhalb der ersten 15 Minuten nach Eröffnung der Hilfestation die nächste drei Stiche behandelt werden mussten, wurde die rote Flagge aufgehängt.

Die am meisten auftretende Qualle ist derzeit die Leuchtqualle, deren Gift ist nicht so schlimm für den Menschen. Die mikroskopisch kleinen Harpunen der Nesselzellen durchdringen die menschliche Haut. Das Nesselgift löst eine sofortige Kontakturtikaria aus, die schmerzhaft, aber nicht lebensgefährlich ist.

Warum derzeit so viele von den Tieren am Las Canteras Strand auftauchen kann niemand genau sagen, Wissenschaftler der Uni Las Palmas suchen nach Erklärungen, finden aber keine. Eines sei klar, die Tiere wurden mit einer der letzten Fluten hineingetragen und reproduzieren sich dann im ruhigen Gewässer recht schnell, der Strand selbst spiel dabei keine Rolle. Für die Jahreszeit ist der Befall jedoch sehr ungewöhnlich, besonders in dieser Intensität. – TF

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