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Technologiepark Gáldar: Größte Fotovoltaik-Anlage auf Gran Canaria geht bald ans Netz (475 kW/h)

Bild Info: Im Technologiepark in Gáldar geht bald die größte Fotovoltaik-Anlage auf Gran Canaria an Netz. Bild: SPEGC (Cabildo de Gran Canaria)

Gáldar – Eine Millionenförderung für den neuen Technologiepark in Gáldar von Seiten des Cabildo de Gran Canaria (SPEGC) und der EU der letzten Jahre soll neue Impulse besonders für die Kreislaufwirtschaft bringen. In dem Technologiepark sollen sich nach Abschluss der Förderung 1.770 Fotovoltaik-Module, die eine Gesamtnennleistung von 475 Kilowatt erreichen. Das Cabildo stellte nun eine Art Roadmap vor, die darlegt, wie es in der Zukunft des Technologieparks weitergehen soll.

Das Gebiet in Punta Gáldar bietet neben technischer Entwicklung auch Wissenschafts- und Experimentier-Bereiche an. Die Fotovoltaikanlage soll zudem bald in Betrieb gehen, diese nimmt alleine rund 5.000 Quadratmeter ein und ist komplett in öffentlicher Hand.

Das Cabildo möchte zudem Unternehmen aus dem Bereich Entsalzung von Meerwasser ansprechen und diese dort ansässig werden lassen, so die Roadmap. Ein Labor für die Überprüfung von regeneriertem Abwasser soll ebenfalls installiert werden. Weitere Pläne legen dar, dass auch ein Zentrum für Entwicklung erneuerbarer Materialien aus Bananenabfällen in den Technologiepark ziehen soll und ein Forschungsbereich für sauberer CO2 lose Energie. Auch das norwegische Unternehmen Nortuna soll an dem Standort aktiv werden, es hat sich auf die Kultivierung von rotem Thunfisch spezialisiert und ist damit im Bereich Meeresbiologie tätig. Also alles rund um das Thema Öko-Innovationen.

Antonio Morales (NC) sprach von seiner Entschlossenheit, diesen Experimentier-Bereich in eine „neue Nische der Wirtschaftstätigkeit und Beschäftigung“ umwandeln zu wollen. Durchaus ehrgeizig, aber auch realistisch, Gran Canaria bietet viele Vorteile und der norden der Insel kann noch einiges an Impulsen gebrauchen, denn Tourismus lässt sich hier aufgrund des Wetters etwas schwieriger etablieren.

Von den Fördermitteln stammen 1,8 Millionen Euro aus EU-Töpfen, diese sind für den Zeitraum 2018 bis 2020 vorgesehen, weitere 330.000 Euro stammen aus der Kasse des Cabildo de Gran Canaria, ebenfalls für den genannten Zeitraum. Ab diesem Jahr werden zudem fest 145.000 Euro pro Jahr für Instandhaltung im Haushalt eingeplant, also nochmals 290.000 Euro für dieses und nächstes Jahr.

Weitere 772.000 Euro zahlte das Cabildo de Gran Canaria im Rahmen des Kooperationsplans für Fotovoltaik-Solaranlagen auf Gran Canaria. Seit 217 wird diese Anlage im Übrigen gebaut. Der gewonnene Strom soll in das Netz eingespeist werden und dem Norden der Insel pro Jahr so etwa 70.000 Euro zusätzliche Einnahmen bescheren. – TF

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