Tourismussektor befindet sich derzeit auf dem Niveau von 2016

Bild Info: Die Strände (hier Las Canteras) sind in diesem Jahr nicht ganz so voll, wie in den Vorjahren. Bild: Infos-GranCanaria.com

Kanarische Inseln – Die Handelskammer von Teneriffa hat sich mit den aktuellen Zahlen und Daten aus der Tourismusbranche der Kanaren beschäftigt und man kommt zu dem Schluss, dass die Branche sich aufgrund des Rückgangs auf dem Niveau von 2016 befindet. Im ersten Halbjahr gab es einen Rückgang der Ausgaben von den Touristen auf den Kanarischen Inseln von 0,9%, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Ankünfte ausländischer Besucher sank deutlich um 4,7%. Lediglich die Menge an nationalen Gästen stieg um 2,3% an.

Mit dem Rückgang in den allgemeinen Ausgaben im Tourismus ist es, laut Handelskammer, der erste Rückgang dieser Zahlen seit dem Jahr 2012. Der Präsident der Handelskammer Teneriffa, Santiago Sesé erklärte dazu, dass die fortschreitende Abschwächung des Sektors auf den verschiedenen Inseln der Kanaren ebenso ungleichmäßig verteilt ist, wie dies bei den Quellenländern der Fall ist. Die Insel die fast ausschließlich auf Tourismus setzten, wie Fuerteventura, leiden am stärksten unter dem Rückgang.

Die Erstarkung der Reiseziele Ägypten und Türkei hat besonders auf dem deutschen Quellenmarkt zu einer starken Verschiebung geführt, zudem kommen die Insolvenzen von AirBerlin und Germania sowie das relativ gute Wetter in Deutschland, das besonders dieses Quellenland einen so starken Rückgang verzeichnet.

Angesichts dieser Daten rät der Präsident der Handelskammer dazu an „zwei Fronten zu agieren“. Eine davon ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Destination, dafür ist es auch erforderlich „Verbesserungen an den Anbindungen vorzunehmen, die Quellenländer auszuweiten und das Produkt Tourismus zu erweitern“.

Andererseits schlägt der Präsident vor, an der Loyalität der traditionellen Touristen zu arbeiten, die die Inseln regelmäßig und schon lange besuchen, da besonders die Deutschen und Briten. Letztere stehen dank des Brexit vor ungewissen Planungen für den Urlaub, daher müssten „Arbeitsgruppen auch für den Sektor mit einbezogen werden“.

Dass der Tourismus auf den Kanaren nicht stetig steigen kann, dass sollte eigentlich jedem klar sein, zwischendrin darf es auch mal einen negativen Zeitraum geben, muss es evtl. auch, solange dieser nicht permanent anhält, müsste man sich keine Sorgen machen, wobei es in diesem Jahr bisher nur Minuswerte zu verzeichnen gab. – TF

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