Kanaren Vorreiter bei Verbot von Einwegplastik ab 2021
Bild Info: Plastikmüsll am STrand ist nicht selten - BILD: Archiv

Kanaren Vorreiter bei Verbot von Einwegplastik ab 2021

Kanarische Inseln – Das im Jahr 2019 verabschiedete Dekret für das Verbot von Plastik zum einmaligen Gebrauch auf den Kanarischen Inseln wird am 1. Januar 2021 in Kraft treten. Derzeit erarbeitet die Regierung der Kanarischen Inseln noch die genauen Vorschriften dazu, etwa 20 % der Abfälle auf den Kanaren stammen von Plastik des einmaligen Gebrauchs. Gestern stellte der Minister für ökologischen Wandel, José Antonio Valbuena die Strategie vor, mit der die Abschaffung dieses Plastiks auf den Kanaren angegangen werden soll.

Die Strategie wird wohl in das künftige kanarische Kreislaufwirtschaftsgesetz integriert, da eine rechtliche Deckelung erforderlich ist, damit es auch in Verpflichtungen übergeht.

In der Strategie sind unter anderem Ansätze enthalten, die beispielsweise Plastikverpackungen bei Obst und Gemüse bereits beim Hersteller verbieten sollen, so können diese Verpackungen gar nicht erst in den Supermarkt gelangen. Wie damals bereits berichtet soll Geschirr und Besteck natürlich komplett verboten sein.

Es gibt aber auch einen Bereich, in dem es kompliziert wird das Einwegplastik zu eliminieren, das Gesundheitswesen. Dort wird Einwegplastik aus hygienischen gründen intensiv genutzt, bis 2030 hatte die EU gefordert diese Nutzung schrittweise zu reduzieren. Die Kanaren setzten sich selbst aber zum Ziel, auch daran arbeiten zu wollen, wenn es bis 2030 dauert, dann ist dies so, evtl. klappt es aber auch früher. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz wird einen „sensiblen Prozess“ haben, so der Minister. Wir müssen alles unsere Gewohnheiten ändern, das wird das Schwerste an der Situation. Aber es steht außer Frage, Plastik versucht auch die Umwelt auf den Kanaren, sei es an Land oder im Meer.

Es gibt schon viele Unternehmen auf den Kanarischen Inseln, die diesen Prozess unterstützen, sei es durch biologisch abbaubare Tüten in der Obstabteilung, oder Reduzierung von Verpackungen im allgemeinen, auch biologisch abbaubare Strohhalme sind bereits im Einsatz.

Letztendlich wird das Gesetz natürlich auch Sanktionen enthalten, die dann greifen, wenn sich die Menschen und vor allem Betriebe nicht an die Regeln halten werden. Da das Gesetz noch nicht fertig ist, müssen wir alle abwarten wie sich dies genau darstellen wird. Es wird aber bereits gesagt, dass Betriebe einen Kunststoffabfallwirtschaftsplan erstellen müssen, wie genau dies gemeint ist, ist allerdings auch noch unklar. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
Lidl schafft als erste Supermarktkette die Obstplastikbeutel ab und stell Bio Beutel zur Verfügung, vom 31.05.2019
Ab 2021 Plastikbesteck und Geschirr auf den Kanaren verboten – Strafen drohen, vom 06.02.2019

Ähnliche Beiträge