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Strompreis steigt im ersten Quartal 2014 um 2,3%

Bild Info: Infos-GranCanaria.com

Spanien – Nach einigem Hin und Her zwischen UNESA (dem spanischen Stromanbieter) und der Regierung wurde für das erste Quartal 2014 eine Strompreiserhöhung von 2,3% angekündigt. Die Regulierungsbehörde CNMC hatte die letzte Strompreisauktion abgebrochen, weil es zu Unregelmäßigkeiten gekommen war, die auf einen Preisanstieg von 11% und mehr hinausgelaufen wären.

Der Minister für Industrie, Energie und Tourismus, José Manuel Soria (PP), bracht ein, dass die Regierung bereits an neuen Richtlinien arbeitet, um die künftige Preisentwicklung beim Storm besser kontrollieren zu können. Bisher wird einmal im Quartal eine Strompreisauktion durchgeführt, man könne sich vorstellen, „dies monatlich zu machen“, so der Minister.

Ob sich das ganze dadurch besser regulieren lässt bleibt abzuwarten. Kurz vor der letzten Auktion gab das Ministerium die Stilllegung von mehreren Atomkraftwerken bekannt. Man kann also davon ausgehen, dass dadurch diese „Unregelmäßigkeiten“ beeinflusst wurden. UNESA argumentierte, dass durch die Stilllegung der Reaktoren der Preis entsprechend steigen wird, weil es noch nicht ausreichende Alternativen gäbe.

Wie auch in Deutschland haben es die Stromanbieter in Spanien versäumt, sich für die Zukunft zu rüsten, erneuerbare Energie ist der Schlüssel, dies werden auch die hiesigen Anbieter langsam aber sicher in Erfahrung bringen.

Mit all diesen Kontroversen ist es verwunderlich, dass die Regierung den Ausbau von Windparks auf Gran Canaria blockiert, weil es angeblich die Flugsicherheit gefährden würde. Auch hier muss die Regierung in Madrid umdenken, wenn man auf lange Sicht die Verbraucher vor immer teureren Strom schützen möchte. – JM

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