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Quercetin, wie in Kapern vorkommend, könnte ein Heilmittel für COVID-19 sein

Spanien – Spanische Wissenschaftler haben eine vielversprechende Forschungsreihe bezüglich eines Heilmittels gegen COVID-19 gestartet. Dabei dreht sich alles um Quercetin. Quercetin ist ein gelber Naturfarbstoff aus der Gruppe der Polyphenole und Flavonoide. Als Pentahydroxyflavon zählt es zur Untergruppe der Flavonole. Quercetin ist ein Oxidationsprodukt des Anthocyanin-Farbstoffs Cyanidin. Mehr Informationen zu diesem Stoff finden Sie auch bei Wikipedia.

Viele Gemüsesorten beinhalten diesen Stoff. Eine erste Studie der Wissenschaftler zeigt auf, dass Quercetin das Protein 3CLpro blockiert, dieses wiederum ist ein wichtiges Protein für den Virus SARS-CoV-2 um sich zu entwickeln. Allerdings befindet sich die Forschung in der Anfangsphase. Bisher wurde nur „in vitro“ getestet, also alles im Labor. Man rechnet damit, dass es noch mindestens ein Jahr dauern wird, bis die Phase der klinischen Studien erreicht sein wird.

Der Koordinator des Teams, Adrián Velázquez Campoy sagte dazu, dass „wir festgestellt haben, dass eines der essenziellen Proteine für die Virusreproduktion mit Quercetin gehemmt werden kann, einem in der Natur häufig vorkommenden Molekül“. Allerdings betonte er auch, dass der Verzehr von beispielsweise „Kapern oder Fenchel, in denen sich der Stoff befindet, nicht das Coronavirus bekämpfen kann“, zumindest weiß man noch nicht welche Auswirkungen dies genau hätte.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass durch den Verzehr der Stoff so stark im Magen zersetzt wird, dass dieser keine Wirkung mehr hat. Daher ist der Ansatz ein Aerosol aus dem Stoff zu entwickeln. So würde dieser seine „antimikrobielle und antioxidative Wirkung beibehalten“. Nahrungsergänzungsmittel mit diesem Stoff seien auch „nutzlos, da diese nur die verkaufenden Unternehmen bereichern“.

Die nächsten Tests werden an Körperzellen durchgeführt. Dies „stellt ein realistischeres System dar, danach müsste man mit Tieren arbeiten“. Sollten dann gute Ergebnisse erzielt werden, ist der Einstieg eines großen Pharmakonzerns erforderlich, um die Kosten für diese weitere Forschung zu tragen. Das Team bedauert auch, dass „die Wissenschaft in Spanien eher als Aufwand anstatt als Investition betrachtet wird. Wäre in den letzten Jahren mehr Geld geflossen, dann hätte man auch gesundheitlicher Sicht besser vorbereitet sein können“, das das abschließende Fazit. – TF

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