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Staatsanwaltschaft fordert 187 Jahre Haft für Fotograf von Kinderpornografie
Bild Info: Das Urteil steht noch aus - BILD: IGC

Staatsanwaltschaft fordert 187 Jahre Haft für Fotograf von Kinderpornografie

Las Palmas – Laut Informationen der Tageszeitung Canarias7 fordert die Staatsanwaltschaft von Las Palmas gegen den Fotografen Luis Jorge ME eine Freiheitsstraße von 187 Jahren zu verhängen. Ihm wird die sexuelle Ausbeute von Jugendlichen und Minderjährigen in 41 Fällen vorgeworfen. In 36 Fällen bewertet die Staatsanwaltschaft die verbrechen als Kinderpornografie. In fünf weiteren Fällen wird der Versuch von Einschüchterung vorgeworfen. Zudem fordert die Staatsanwaltschaft wohl eine Entschädigung in Höhe von 244.000 Euro für die Opfer von Luis Jorge ME.

Laut weiteren Angaben von canarias7 belegen die Beweise eindeutig die Schuld des Fotografen. Denn die nationale Polizei habe mehrere Bilder in dessen Besitz gefunden die dessen Arbeitszimmer als Schauplatz beinhalteten. Darauf sind die Opfer nackt und teils auch in erotischen Posen zu sehen. Luis Jose ME ist 54 Jahre alt. Er ist nicht unbekannt auf Gran Canaria. So organisierter er immer wieder Schönheitswettbewerbe und hat seit Jahrzehnten auch für Modeagenturen gearbeitet.

Laut weiteren Angaben hat er im Zeitraum 2013 bis 2018 (da wurde er festgenommen) die Modelagentur Moodels Canarias betrieben. Mit dieser Agentur warb er in sozialen Medien junge Erwachsene und Jugendliche an und versprach Karriereschübe mit entsprechenden Bilden. Er hat es immer wieder geschafft, dass die Eltern nicht bei den Shootings dabei waren. Alle Opfer sind weiblich und im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, bei den „Arbeitstreffen“ schlug er dann immer wieder vor sich nackt zu präsentieren, die Brüste zu zeigen oder gar erotische Posen einzunehmen.

Aufgeflogen ist er erst, als eines der Opfer eine Anzeige bei der Polizei aufgegeben hatte. Bei der Hausdurchsuchung wurde unter der Matratze in seinem Haus ein doppelter Boden entdeckt. Darin versteckte er die kinderpornografischen Materialien. Darunter sind allerlei spezielle Richtungen abgedeckt. Lesbische Szenen ebenso wie gefesselte Mädchen.

Immer die gleiche Masche

Jedes der Mädchen musste vor dem Shooting einen vertrag unterzeichnen, wie bei Agenturen dieser Art üblich. Darin wurde klargestellt, dass kein erotisches Material aufgenommen wird. Etwas das die Eltern beruhigte und daher gelang es dem Täter immer wieder allein mit den Opfern zu sein. Er überzeuge diese dann immer wieder, dass solche Bilder den Durchbruch bringen werden und eine steile Karriere im Business möglich ist.

Ob das Gericht den Forderungen der Staatsanwaltschaft nachkommen wird, muss abgewartet werden. Es soll auch ein Berufsverbot verhängt werden für alle Bereiche in denen Kinder und Jugendliche betreut werden. – TF

Quellenangabe :Canarias7

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