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Torres will weiterhin einen COVID-19-Test vor der Einreise
Bild Info: Inselpräsident Torres (Archivbild / Regierung Kanaren)

Torres will weiterhin einen COVID-19-Test vor der Einreise

Kanarische Inseln – Der Präsident der Kanarischen Inseln gab ein Interview im SER-Netzwerk, darin bestand er darauf, dass Touristen ab dem 1. Juli am besten vor dem Reiseantritt einen COVID-19-Test durchführen lassen. Man werde es wohl vor Ort anordnen, sollte dies in den Herkunftsländern nicht passieren. „Ein Test, der 20 Euro kostet, sollte vor dem Reiseantritt für einen Urlaub durchgeführt werden (…) Wenn dies im Herkunftsland nicht möglich ist, werden wir am Zielort einen durchführen“, so Torres.

Er verwies darauf, dass das Coronavirus durch die touristische Aktivität auf die Kanarischen Inseln gelangt ist, der erste Fall in Spanien wurde auf La Gomera von einem deutschen Urlauber „eingeschleppt“. Mann will keinerlei Risiko eingehen, weder für die Urlauber, noch für die Menschen, die auf den Kanaren leben.

Er musste jedoch einräumen, dass „dies ein komplexes Thema ist, welches nicht nur von der spanischen Regierung abhängt“. Man muss auch Vereinbarungen mit den Herkunftsländern haben, sollte dies nicht gelingen muss ein alternatives Modell gefunden werden. Daher der Test am Zielort.

Torres will die „privilegierte“ Lage auf den Kanarischen Inseln nicht gefährden. Sonst müsste man wieder „Schritte zurück“ gehen, auch das kann vermieden werden. Auf die Frage für wen diese Tests erforderlich seien sagte Torres: „für jeden Reisenden“. Also auch für Spanier, die vom Festland auf die Inseln kommen werden.

Frühzeitiger Tourismus, wie auf den Balearen?

Ob er sich vorstellen könnte, die Kanaren schon frühzeitig für den Tourismus zu öffnen, lehnte er klar ab. Das Modell der Balearen wird als zu unsicher angesehen. „Die Kanarischen Inseln werden zum 1. Juli, wie der Rest des Landes, zum internationalen Tourismus zurückkehren“, sagte Torres. An diesem Tag können die Inseln unter Beweis stellen, dass man ein „sicheres Reiseziel“ ist. Das Überwachungssystem an den Flughäfen sei weltweit „einzigartig“, so Torres. Es hilft den Inseln nur, wenn die Menschen sich im Urlaub auch wirklich sicher fühlen, nur dann kann der Tourismus langfristig funktionieren.

Die Kanarischen Inseln haben „das Glück“, dass man diese nur über Seehäfen und Flughäfen erreichen kann. So können entsprechende Regulierungen leichter umgesetzt werden. Etwas, dass bei normalen Landgrenzen und Straßenverkehr kaum realisierbar ist.

Viele Berater und Experten erarbeiten derzeit Regelungen für eine sichere Zeit nach dem Alarmzustand. In der Tat kann ein Tourismus nur funktionieren, wenn die Urlauber vor Ort nicht in Quarantäne gesteckt werden müssen, dies ist aber nur möglich, wenn diese negativ auf das Virus getestet wurden. – TF

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