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UD Las Palmas Präsident Miguel Ramírez wegen Betrug für 73 Jahre ins Gefängnis?
Bild Info: Miguel Ángel Ramírez - BILD: https://as.com/futbol/2020/09/16/segunda/1600248002_953356.amp.html

UD Las Palmas Präsident Miguel Ramírez wegen Betrug für 73 Jahre ins Gefängnis?

Las Palmas – Ein weiterer Fußballmanager hat es mit der Staatsanwaltschaft zu tun, auch schon viel länger. Miguel Ángel Ramírez ist als Präsident von UD Las Palmas wohl einigen bekannt, er soll zwischen 2009 und 2012 durch das Unternehmen Seguridad Integral Canaria laut Angaben von ElPais Betrug bei der Steuer und den Sozialabgaben begangen haben. Insgesamt dreht es sich um 20,2 Millionen Euro. Laut Forderung der Steuerfahnder und Sozialversicherung soll Ramírez dafür eine Haftstrafe von 73 Jahren aufgebrummt bekommen, so will es ElPais erfahren haben.

Schon 2014 hatte die Staatsanwaltschaft eine Anklage genau deshalb erhoben. Damals ging es allerdings nur um die Jahre 2008 und 2009 und nur um Steuerhinterziehung in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Dies hat sich im Laufe der Zeit wohl nun für Ramírez verschlimmert.

Insgesamt werden dem Präsidenten von UD Las Palmas „fünf Verbrechen gegen das Finanzamt und neun gegen die Sozialversicherung vorgeworfen“.

Die Betrugsmasche bestand wohl darin, Überstunden und Prämien abzurechnen als wären dies Reisen oder Zulagen, diese werden nicht besteuert. Laut Aufschlüsselung der Daten soll Ramírez so insgesamt 13,7 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen und 6,5 Millionen Euro an Steuern „gespart“ haben. Immerhin beschäftigte der Unternehmen in der Zeit tausende Mitarbeiter in dem Unternehmen.

Der Geschäftspartner von Ramírez, Hector de Armas, war zu der fraglichen Zeit alleiniger Administrator der Firma und gab schon im vergangenen Jahr diese Machenschaften zu. Er ist übrigens auch Funktionär bei UD Las Palmas. Auch ehemalige Mitarbeiter bestätigten gegenüber dem Gericht Nr. 8 in Las Palmas, dass diese Abrechnungen so erstellt wurden. Auch Hector de Armas soll für 73 Jahre ins Gefängnis wandern, so zumindest die Forderung.

Beide Geschäftsmänner sollen zudem eine Geldstrafe in Höhe von 60 Millionen Euro zahlen. Zudem soll wohl der Zugang zu Steuervorteilen und Subventionen für beide Personen gesperrt werden.

Ramírez lehnt jede Verantwortung ab

Gegenüber ElPais hatte Ramírez bestritten, dass er mit den Machenschaften etwas zu tun haben könnte, es sei „seit 2011 nicht mehr auf den Kanarischen Inseln in diesem Sektor tätig“. Zudem sagte er vor einiger Zeit gegenüber ElPais, dass „der Betrug lediglich 1 Million Euro“ war und er den Behörden deutlich misstraut.

Die Gewerkschaft FTSP-USO ist eigentlich für das Verfahren verantwortlich, denn diese reichte in einer privaten Anschuldigung im Jahr 2013 eine Beschwerde zu dem Fall ein. Die Gewerkschaft fordert in der Klageschrift 37 Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 236 Millionen Euro.

Wie und wann dies enden wird, ist unklar. – TF

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Quellenangabe : AS.com

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