Infos Gran Canaria | Das Inselportal
NewsSpanien & Die WeltUnterhaltung

Spanien will „In-App-Käufe“ bei Spielen für Jugendliche massiv einschränken

Spanien – Diese Spielbranche für Mobile Games, sogenannte Apps, verdient immer mehr Geld, dies liegt auch daran, dass immer mehr Inhalte während dem spielen kostenpflichtig erworben werden können. Diese Extras zahlt man dann entweder mit echtem Geld über Kreditkarten oder Zahlungsdienstleister oder auch über Kryptowährungen. Dabei erhofft sich der Spieler oft ein schnelleres Weiterkommen im Spiel, es funktioniert fast wie eine Art Belohnungssystem, der Spieler fühlt sich nach dem Kauf gut.

Das Verbraucherschutzministerium von Spanien sieht in diesen „In-App-Käufen“ ein hohes Suchtpotenzial, ähnlich wie bei Geldspielautomaten. Daher bringen diese Käufe den Spieler durchaus schnell in finanzielle Gefahr. Aus diesem Grund plant man nun offensichtlich diese „Beutekisten“ aus der Reichweite von Jugendlichen zu platzieren, ähnlich wie in Belgien oder Japan. Daher wurde damit begonnen, ein spezifisches Gesetz zu erarbeiten, das ausschließlich dazu bestimmt ist, diese „MAR“-Mechanismus zu regulieren. Der erste Entwurf steht nur zur Einsicht bereit und soll demnächst in einer Kabinettssitzung diskutiert werden.

Damit eine Kontrolle dieser Käufe möglich ist, sollen die Hersteller eine Kontrollfunktion einbauen, bei der die Eingabe der DNI/NIE erforderlich ist, es soll grundsätzlich untersagt werden, dass Personen unter 18 Jahren diesen „MAR“-Mechanismus nutzen können. Alternativ seien auch biometrische Zugänge denkbar. Zudem sollen auch Erwachsene die Möglichkeit bekommen, so eine eigene Sperre für diese Käufe einzurichten. Zudem sieht das Gesetz strenge Regulierungen für das Bewerben solcher Käufe und Spiele vor, ähnlich wie bei Glücksspielen.

Es wird kleine, schwere und sehr schwere Bußgelder geben, die kleinsten beginnen bei 25.000 Euro, die schweren bei 200.000 Euro und bei sehr schweren Verstößen soll dem Hersteller ein Bußgeld von bis zu 3 Millionen Euro drohen. Zudem soll die Entfernung dieser Games aus Spanien die höchstmögliche Sanktion darstellen. – TF

Alle News immer sofort auf das Handy? Jetzt unseren Telegram-Kanal abonnieren.

Ähnliche Beiträge

Erneut ein Todesopfer durch die Wellen auf Gran Canaria

admin

Corona-Ampel Kanaren: Bis zum 4. März 2021 bleibt alles wie gehabt

admin

20% Passagierzuwachs allein durch Interinsulare Flüge binnen eines Jahres

admin