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Das Tourismusmodell der Kanaren braucht eine dringende Reformierung

Die Demonstrationen sind "zwingend notwendig"...

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Kanarische Inseln – In weniger als 2 Wochen sollen die großen Demonstrationen auf den Kanarischen Inseln zum Tourismus stattfinden. Je näher das Datum rückt, desto mehr Meinungen und Diskussionen eröffnen sich zum Tourismusmodell der Kanarischen Inseln. Das Motto der Demonstrationen bezieht sich ja darauf, dass die Kanaren auch ein Limit haben, also Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. Es geht den Menschen also im Kern darum, nicht gegen den Tourismus zu demonstrieren, sondern gegen die unschierbaren Wachstumsraten in diesem so wichtigen Sektor.

Im Zusammenhang mit dem Wachstum des Sektors ist auch die Zahl der Einwohner auf den Kanaren massiv angestiegen, eine demografische Herausforderung, die zu immer mehr Unmut auf den Inseln führt. Die Infrastruktur wird nicht so schnell ausgebaut, wie der Tourismus und die Bevölkerungszahlen wachen.

Der Hotelverband von Teneriffa (ASHOTEL) sieht in diesen Demonstrationen keine „Tourismophobie“, sondern die „Wut“ und man empfindet diese Demonstrationen als „notwendig“. Man hat erkannt, dass „das mangelnde Gleichgewicht zwischen Bevölkerungswachstum und Infrastrukturinvestition analysiert werden muss“.

Inselpräsident Fernando Clavijo glaubt, dass mit „Gehaltsverbesserungen in der Branche“ das Thema beseitigt werden könnte.

NC auch bei den Demonstranten

Der Sprecher der NC-Fraktion, Román Rodríguez, sieht auch kein „wir sind gegen den Tourismus“, sondern sieht das Problem auch im Wohnraummangel, der nicht mit einem generellen Verbot von Ferienvermietung beseitigt werden könnte. Er vertritt auch die Ansicht, dass „bei den Beschränkungen für Ferienvermietungen zwischen keinen und großen Eigentümern unterschieden werden muss“. Er denkt, dass dies dazu beitragen würde, „dass Wohngebiete nicht zu Tourismusgebieten werden“.

Er sieht in dem Entwurf der Regierung zwar „ein Instrument, das dies ermöglicht“, aber es besteht wohl noch Verbesserungsbedarf. Er sieht jedoch auch den „Druck aus verschiedenen Sektoren gegen das mutige Gesetz“. Daher sollte man „die Personen, die an den Demonstrationen am 20. April teilnehmen, nicht verteufeln“. Er selbst will auch an einer Demo teilnehmen.

Zudem brachte er die Tourismussteuer wieder ins Spiel, diese sei „notwendig für die Sanierung der öffentlichen Infrastruktur“. – TF

Weitere Artikel zum Thema:
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